Solothurner Fasnacht
Ein teuflisches Adieu für den Solothurner Böögg

Der feurige Abgesang auf die Fasnacht will gut vorbereitet sein. Wie immer sind auch heuer die Honolulu-Bööggiers am Werk, wenn es darum geht, den Fasnachtsböögg fachgerecht einzuäschern.

Andreas Kaufmann
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Solothurner Böögg steht fürs Verbrennen auf dem Märetplatz bereit
7 Bilder
Fasnacht ist zu Ende
Die Honolulu Böögier unterschreiben noch
Ein Kran ist im Einsatz
Honolulu Bööggier vor dem Böögg
Teuflischer Böögg
Honolulu Bööggier mit einer Mini-Figur

Solothurner Böögg steht fürs Verbrennen auf dem Märetplatz bereit

Andreas Kaufmann

Soll der Teufel dorthin verschwinden, wo er hergekommen ist – tut er auch, heuer an der Solothurner Fasnacht. Traditionsgemäss wird heute Mittwochabend nämlich der Böögg – diesmal in Gestalt des Leibhaftigen, wie man ihn auch auf der Plakette erkennen kann – dem Feuer überantwortet, das er von seinem höllischen Zuhause her kennt.

Erdacht wurde der Böögg von (Bööggen-)Architekt Bruno Walter – statisch korrekt und ästhetisch, wie ein Honolulu-Bööggier meinte, «fasch z’schaad zum Anzündte». Rund 500 Kilo bringt der neun Meter hohe Luzifer auf die Waage. 300 Mannstunden in fünf Wochen wurden dem Bööggier-Team für das närrische Kunstwerk abverlangt. «Zu tun gegeben hat vor allem die neue Oberfläche Pappmaché statt Stoff», sagt Rolf Grau, Anzünder der Bööggiers. Stolz ist er aber auch auf die Besonderheiten, die im und hinter dem Böögg stecken.

«Uns ist auch ein umweltbewusster Bau wichtig, so haben wir nur Naturprodukte verwendet», so Grau. Auf der anderen Seite gehört auch eine ordentliche Portion «special effects» dazu. Sechs Donnerschläge, Zuckerstöcke und Sonnen, funkenschlagende Hörner und ein rauchender Bauchnabel sorgen quasi für ein audiovisuelles Bööggenrequiem.