Solothurn

Ein Start, welcher Appetit auf mehr macht: Theater Mammagena startet mit einem Brunch

Am Sonntag startete das Theater Mammagena. Es schliesst eine Lücke, indem etwas für den Leib wie auch für den Geist geboten wird.

Als neues Kulturangebot startete am Sonntag um 11 Uhr das Theater Mammagena mit einem Brunch, verbunden mit Literatur und Musik. Damit wird im Solothurner Kulturleben eine Lücke geschlossen, indem sowohl für den Leib als auch für den Geist etwas geboten wird.

Nach dem Eingang zum Stadtcafé sitzt Rolf Johannsmeier mit der Kasse an einem Tisch und heisst die Gäste freundlich willkommen, weist darauf hin, dass unten ein reich gedecktes Buffet für den Brunch bereitsteht. Die Treppe runter gelangt man in einen schönen gewölbten Keller, welcher früher mal als Weinkeller für die Patrizier, welche einst das Haus bewohnten, gedient haben könnte. Doris Schaeren hat in der Tat ein leckeres Buffet bereitgestellt, an welchem man sich entweder selber bedienen oder sich das Essen an den Platz bringen lassen konnte.

Pünktlich um elf Uhr setzt sich Aline Müller ans Klavier und sorgt mit Salonmusik für eine gelockerte Atmosphäre. Bis zum Beginn des eigentlichen künstlerischen Programms bleibt Zeit, sodass dann die volle Konzentration auf die Bühne gerichtet werden kann.

Bichsels Texte werden fast körperlich spürbar

In seiner Begrüssung schildert Johannsmeier seine bisherige Theaterlaufbahn. Bei der Inszenierung des «Faust» in Frankfurt a. M. hat er seine Frau, Carmen Riha, kennen gelernt. Die Heirat machte mit «Faust heiratet Gretchen» Schlagzeilen. Seither sind sie ein Bühnenduo, und weil sie Kindertheater gemacht haben, hat sich der Name «Mammagena» ergeben. Nun setzt sich Carmen Riha an das Tischchen und beginnt Peter Bichsels Text, dass es in Langnau ein Warenhaus gab, das «Zur Stadt Paris» hiess. Kaum begonnen, stimmt das Klavier ein und Rolf Johannsmeier interpretiert ein Chanson von Jacques Brel. Ein Schweizer und ein Belgier träumen von der Stadt an der Seine. Mit der Lesung der Beiden werden Bichsels Texte fast körperlich spürbar. Einmal werden die Texte ausgekostet, dann wieder hören sie sich wie beiläufig an. Dazwischen Chansons von Brel von Beiden gesungen, auf Französisch und Kölsch. Am Ende geht es wieder zurück «Zur Stadt Paris» in Langnau im Emmental. Ein Start, welcher Appetit auf mehr macht. Es sind auch Abendvorstellungen in Planung.

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