Solothurn

Ein multimedialer Künstler stellt in der Löiegrube aus

Pedro Meier mit der Publikation zur Ausstellung.

Pedro Meier mit der Publikation zur Ausstellung.

Der Titel der Publikation, die zur Ausstellung in der Löiegrube veröffentlicht wurde, ist von epischem Ausmass: «Parallelwelten – Wasteland Factory oder der Garten der Lüste – In Search of Lost Time, Lyrik und Mauerspuren». Es umreisst ein allumfassendes, sich bedingendes Universum aus Bild und Wort, Zeit und Ort. Dazu hat Pedro Meier fragmentarische Mauerspuren aus dem Chemielabor der alten Cellulosefabrik Attisholz mit seinen Monotypien neu bespielt und zeigt, dass die Spuren der Vergangenheit unvergänglich sind.

«Ich befinde mich in einem permanenten Kunstmodus», sagt Pedro Meier und meint, dass Kunst ein Gesamtkunstwerk ist, dass sein Leben Kunst und seine Kunst Leben ist. Wobei sich sein künstlerischer Sprachschatz als ein weites zyklisches Feld entpuppt: Malerei in vielfältigen Medien, Farben, Materialien, Schattierungen und Wirkungen in eigenwilligen Ausgestaltungen oftmals getragen von einem feinen Sinn für das Skurrile.

Pedro Meier ist ein Reisender zwischen divergierenden Welten und Sprachen und den Kulturen. Seit 1984 pendelt der ausgebildete Buchhändler zwischen der Schweiz und Thailand, zwischen dem Golf von Siam und dem Atelier in Niederbipp im Haus seines Vaters, des Schriftstellers Gerhard Meier, und vor allem dem umfangreichen Atelier in Olten.

Wie er auch in den dreidimensionalen Arbeiten unkonventionelle Wege geht – fantasievoll suchend und anekdotisch geht es doch in seinem ganzen Schaffen weniger um die Frage von figurativ oder abstrakt, als vielmehr um die grundsätzlichen Möglichkeiten eines erzählerischen Bildvokabulars. Also letztendlich um die Bildidee an sich, dass die Form die Farbe und Farbe die Form, der Sinn die Gestalt und die Gestalt den Sinn ergibt. Bis im Bild, in der Installation, im Objekt, im lyrischen Wort die inneren und äusseren Bewegungen zusammenwirken. Und sich ein künstlerisches Grundkonzept entwickelt: das Gesamtkunstwerk.

Finissage ist am 19. September in der Galerie Löiegrube. Heute Abend findet dort der Leseabend mit Felix Epper und Pedro Meier ab 19 Uhr statt.

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