2016 wurde beim Preisüberwacher wegen einer Erhöhung der Gebühren für Platz- und Standmieten in einer Aargauer Gemeinde reklamiert. Dadurch wurde eine Marktforschung ausgelöst, und der Preisüberwacher stellte in allen Kantonshauptorten sowie einigen ausgewählten sonstigen Gemeinden der Schweiz eklatante Unterschiede fest.

So zahlen beispielsweise Marktfahrer in Chur das 25-fache an Platzmiete wie in Bern, dem günstigsten Standort mit Fr. 1.30 pro Laufmeter. Ebenfalls sehr günstig sind Lenzburg und Neuchâtel. Der durchschnittliche Standpreis liegt bei Fr. 11.60, wobei 15 von 39 untersuchten Gemeinden über diesem Mittel liegen.

Nicht so Solothurn, das im Bereich von 11 Franken erscheint, wobei das Erhebungsresultat nicht ganz mit der Realität übereinstimmt. Oder hat der Preisüberwacher die heilige Solothurner Zahl quasi als Norm für alles, was mit Solothurn zu tun hat, angenommen?

Fakt ist laut Stapo-Kommandant Peter Fedeli, dass die Stadt für den Laufmeter am Wochenmarkt 5, und am Monatsmarkt 10 Franken verlangt. Teurer wirds aber für jene Händler, die keinen eigenen Stand oder Wagen mitbringen. Kostet doch die Miete eines stadteigenen, hölzernen Marktstandes 39 Franken. «Dabei sind jedoch das Aufstellen und der Abtransport inbegriffen», so Peter Fedeli. (ww)

Der ausführliche Bericht des Preisüberwachers finden Sie hier.