Zum Gedenken an den 150. Geburtstag von Cuno Amiet in diesem Jahr wurden schon verschiedene Ausstellungen realisiert. Nun zeigt das Kunstmuseum Solothurn, das Haus in Amiets Geburtsstadt, eine weitere, grosse Schau unter dem Titel «Freundschaft und Verwurzelung – Cuno Amiet zwischen Solothurn und der Oschwand». Es ist dies nicht die erste Amiet-Ausstellung unter der Kunstmuseums-Leitung von Christoph Vögele; bereits 2005 und 2011 wurde Amiets Schaffen hier gewürdigt.

Diesmal stehen die beiden wichtigsten Lebenszentren des 1868 geborenen Künstlers, seine Geburtsstadt Solothurn und sein Wohn- und Lebensort ab 1898, die Oschwand, im Zentrum der Ausstellung. Die Ausstellung wurde von Christoph Vögele, Robin Byland, Anna Bürkli und Patricia Bieder kuratiert.

Viele der zu sehenden Werke stammen aus der Sammlung des Kunstmuseums selbst, ein Teil von der Fondation Cuno Amiet, welche den Nachlass des Künstlers verwaltet. Und es sind Werke von privaten Leihgebern dabei. Neben den vielen Werken aus allen Malepochen Amiets sind interessante Dokumente, Briefe und Fotos aus dem Leben des Künstlers zu entdecken. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut. Amiets enge Beziehung zu seiner Heimatstadt lässt sich an seiner Herkunft erklären.

Von unbekannt zu anerkannt

1868 als jüngster Sohn des damaligen Staatsschreibers Josef Ignaz Amiet geboren, wuchs er in gehobenem Bürgermilieu auf. Der Vater stand den künstlerischen Ambitionen seines Sohnes wohlwollend gegenüber, jedoch sollte der Maler Frank Buchser das Talent des jungen Mannes beurteilen. Später wurde Amiet – neben Hodler – zum wichtigsten Künstler der damaligen Schweiz, doch ist in der Stadt Solothurn an keinem öffentlichen Gebäude ein Werk von ihm zu finden.

1898 heiratete Amiet Anna Luder, die er in Hellsau kennen lernte. Zusammen zogen sie auf die Oschwand, wo sie sich 1908 ein Haus bauen liessen. Wirtschaftlich erfolgreich, lebte und arbeitete Amiet dort über 60 Jahre. Sein Leben war geprägt von Freundschaften mit Künstlern, Freunden und Mäzenen. Immer wieder porträtierte er seine Frau Anna und – in allen Jahreszeiten – den Garten, die Bäume, die Natur rund um die Oschwand. Der Künstler starb 1961 hochgeachtet mit 93 Jahren.

Vernissage am Samstag, 22. Sept., 17 Uhr. Danach Museumsfest mit Essen und Barbetrieb. Ausstellung bis 6. Jan. 2019.

Weitere Werke von Cuno Amiet: