Solothurn
Ein kultureller Austausch am Solothurner Aaremürli

Für zwei Wochen wird die Jugendherberge Solothurn zur Plattform für das Knüpfen von internationalen Kontakten unter jungen Mitgliedern des Lions Club International.

Rebekka Balzarini
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Die Jugendlichen vor der Jugendherberge in Solothurn.

Die Jugendlichen vor der Jugendherberge in Solothurn.

Rebekka Balzarini

Der Startschuss für das Jugendlager des Lions Club International fiel diesen Sommer in der Jugendherberge Solothurn. 34 Jugendliche aus 26 Ländern werden von Solothurn aus während zwei Wochen die Schweiz erkunden. Vorher hat jeder von ihnen bereits zwei Wochen in einer Gastfamilie gelebt und damit bereits einen kurzen Einblick ins Alltagsleben von Schweizer Familien erhalten.

Neue Freundschaften knüpfen

Jährlich finden weltweit rund 100 Jugendlager im Rahmen von Youth Exchange statt, organisiert von Lions International. Den Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren wird somit die Möglichkeit für einen Gedankenaustausch zwischen Kulturen und für das Knüpfen von Freundschaften gegeben. Ziel des Lagers ist es, die internationale Verständigungsbereitschaft zu fördern und Ziele wie Weltfrieden und Verständnis der Menschen füreinander zu erreichen.

Insgesamt 65 Kilo Abfall wurde gesammelt
4 Bilder
Die Jugendlichen sammeln Abfall am Aeschisee
Auch das Spiel kam nicht zu kurz
Sonne, Spass und kultureller Austausch

Insgesamt 65 Kilo Abfall wurde gesammelt

Silvia Schneider

Die Teilnahme in einem Youth Exchange Jugendlager ist gratis, die Kosten werden von den jeweiligen Lions Clubs International übernommen, welche die Lager organisieren. Mit einem Beitrag von 400 Franken unterstützen Göttis oder Gottis die einzelnen Jugendlichen, im Gegenzug kommt es zu einem Adressaustausch zwischen Gast und Götti und zu einem persönlichen Treffen. Daraus entstehen teilweise langanhaltende Beziehungen.

Regelmässiger Kontakt nach Argentinien

Jürg Häusler, Mitorganisator des diesjährigen Lagers, hatte selber einmal für zwei Wochen ein Mädchen aus Argentinien in seinem Haus zu Gast. „Das war eine schöne, aber auch sehr intensive Zeit", erinnert er sich daran zurück. Häuslers gaben sich Mühe, dem weit gereisten Gastkind möglichst viele schöne Orte in der Schweiz zu zeigen. Daraus ist eine dauerhafte Freundschaft entstanden. „Meine Frau hat noch heute über Skype regelmässigen Kontakt nach Argentinien", freut er sich.

Mit Öufi-Bier für den kulturellen Austausch

Das Programm der nächsten Tage ist bunt gemischt: Es gibt Ausflüge wie zum Beispiel auf den Titlis oder in eine Schaukäserei, einen Littering Day am Aeschisee oder ein Besuch in der Bundeshauptstadt Bern. Zu einem Höhepunkt kommt es am nächsten Sonntag mit einem Botschafterempfang in Solothurn, bei dem einige der Jugendlichen die Gelegenheit haben werden, ihre Heimatländer zu präsentieren.

Angefangen hat das Programm diese Woche mit einer Stadtführung durch Solothurn, bei der den Jugendlichen als Erfrischungsgetränk gleich ein „Öufi-Bier" empfohlen wurde. Und mit einem gekühlten „Öufi-Bier" in der Hand am sonnigen Aaremürli kann der kulturelle Austausch nur gelingen.