Diesmal schlug der Februar den Januar um 1,5 Grad in der Temperaturskala nach unten, das Monatsmittel von 0,5 Grad bedeutet, dass der Februar 2015 um rund 0,8 Grad kälter als das langjährige Mittel ausfiel.

Dafür verantwortlich waren weniger kalte Extremtemperaturen als das Fehlen einer vorfrühlingshaften, warmen Periode über die ganzen 28 Tage. Das über lange Strecken eher hochdruckbestimmte Wetter brachte dafür in klaren Nächten Frost und wenig Niederschlag. Die 47,5 Liter pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und 41 Liter in Solothurn liegen klar unter der Hälfte des langjährigen Februar-Durchschnitts.

Eine trockene Fasnacht

Eigentlich fast der der gesamte Schnee, der bis über die Monatsmitte als geschlossene Decke auch in Solothurn lag, fiel an den ersten zwei Februartagen und erhöhte die 10 cm aus dem Januar auf 26 cm in Solothurn und 34 cm im Wallierhof am 2. Februar. Danach blieb es für fünf Tage bei teilweise starker Bise sehr kalt und der Schnee wurde durch Verwehungen stark verfrachtet.

Erst gegen die Fasnacht hin zeigte sich die Sonne tagsüber wieder und drehten die Temperaturen leicht in den Plusbereich. Zur Freude der Fasnächtler trübte kein Tropfen und keine Flocke die Umzüge oder das nächtliche Treiben in den Gassen, auch wenn zäher Hochnebel jeweils erst tief im Nachmittag doch noch ein paar Sonnenstrahlen zuliess.

Bis zur Chesslete hatte sich die Schneedecke im Wallierhof halbiert und am Aschermittwoch lagen in Riedholz gerade noch 6 cm der weissen Pracht. Am Samstag, 21. Februar, schlug der Winter nochmals zurück: Den ganzen Tag über fiel Schnee, doch bei 2 Plusgraden blieben nur zwei, drei Zentimeter vorübergehend liegen.

Die letzte Februarwoche brachte wechselhaftes, etwas milderes Wetter mit wenig Regen. Doch blieben die Maximalwerte noch klar im einstelligen Bereich und die letzten Schneereste hielten sich hartnäckig bis zum Monatswechsel.

Der Frühling kommt

Noch werden diese Woche zwei, drei Tage mit Flocken bis in Flachland einen eher winterlichen Eindruck hinterlassen und die seit dem 11. Januar kompakte Schneedecke auf dem Weissenstein etwas verstärken. Doch aufs Wochenende hin schiebt sich ein Hochdruckkeil nach Mitteleuropa vor und dieser scheint über eine längere Phase stabiles, trockenes Wetter mit wärmeren Temperaturen zu bringen. Richtig warm wird es noch kaum, aber doch deutlich milder als zuletzt.