Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger berichtete mit Genugtuung, dass die Baubewilligung für die Holzschnitzelheizung auf dem Weissenstein ohne Probleme eingegangen sei und fasste dann die jüngste Geschichte des Projektes zusammen: Die Bürgerversammlung hat im Dezember den Wärmeliefervertrag mit der Hotel Weissenstein AG genehmigt und einen Gesamtplanungskredit von 195'000 Franken gesprochen. Die Wärme soll mit einer Holzschnitzelheizung im Sennhaus Vorderweissenstein erzeugt und über eine Leitung ins ehemalige Kurhaus transportiert werden.

Ein Referenzobjekt

Es liegt ein Kostenvoranschlag über 1,4 Millionen Franken vor. Weil die Bürgergemeinde aus formalen Gründen nach dem Bruttoprinzip abrechnet, wird diese Summe deshalb auch als Bruttokredit anbegehrt. Von ihr wären der genannte Planungskredit und die Anschlussgebühr von rund 540'000 Franken, welche die Abnehmerin bezahlt, abzurechnen, so dass de facto nur 670'000 Franken gesprochen werden müssten.

René Zaugg vom ausführenden Architekturbüro erläuterte das Projekt und dessen Konzept im Detail. Er wies auch auf Aspekte des Denkmal- und des Naturschutzes hin, die berücksichtigt werden mussten. Die Holzschnitzelheizung verwertet nicht nur Brennstoff aus in der Nähe liegenden Bürgerwaldungen, sondern kann auch als Referenzanlage für das Holzschnitzelmarketing genutzt werden. Der Baukredit wurde daraufhin ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung gutgeheissen.

Positive Rechnung genehmigt

Auch wenn man beachtet, dass die Laufenden Rechnungen von Verwaltung und Forstbetrieb 2017 stark durch den realisierten Buchgewinn von rund 1,1 Millionen Franken aus dem Verkauf des Chantierareals geprägt sind, ist die Rechnung der Bürgergemeinde hoch erfreulich. Es resultierte auch ohne diesen Sondereffekt für die beiden Bereiche immer noch ein Ertragsüberschuss von rund 77'000 Franken. Finanzverwalter Claude Tschanz erläuterte weiter: «Beim Forstbetrieb fallen deutlich höhere Einnahmen bei den Entgelten und Kantonsbeiträgen auf, während Personal- und Sachaufwand deutlich unter Budget liegen».

Das Alters- und Pflegheim weist einen Ertragsüberschuss von 5'000 Franken aus, die angestrebte schwarze Null wurde somit erreicht. Dabei falle auf, so Tschanz weiter, dass die Personalkosten 83'000 Franken und die Taxeinnahmen 55'000 Franken unter dem Voranschlag liegen.

Für vier Projekte sind in der Investitionsrechnung 1,62 Millionen Franken angefallen, die vollumfänglich aus eigenen Mitteln aufgebracht werden konnten. Die Bilanzsumme der Bürgergemeinde beträgt per Ende letzten Jahres 25,925 Millionen Franken. Die Rechnungen wurden ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung gebilligt.

Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris berichtete, man habe quasi ein Normaljahr hinter sich, allerdings sollte der Umzug des Werkhofs – nach 95 Jahren im Chantierareal – in den Steinbruch nicht vergessen werden. Für den Sondereffort dankte er allen Beteiligten herzlich. Auch Heimleiter Pascal Vonaesch dankte seinen Mitarbeitenden, welche das in einem Heimbetrieb anfallende Auf und-Ab bewältigt hätten.

Bürgerrecht zugesichert

Im Weiteren sicherte die Bürgerversammlung folgenden Bewerberinnen und Bewerbern die Aufnahme in das Bürgerrecht von Solothurn zu. Sie tritt nach Erteilung des Kantonsbürgerrechts in Kraft: Erkan Acar mit der Tochter Elisa; Robel Eshetu; Routa Eshetu; Muharrem Kaymak mit der Ehefrau Adigül sowie der Tochter Vera Elsa; Fatbaria Redzepi; Thivian Thillainathan; Christopher Walton mit der Ehefrau Riëtte sowie dem Sohn Alvaro; Petra Werner.