Neujahrskonzert

Ein feuriger Start ins neue Jahr mit der Brass Band und dem Gospelchor

Brass Band Solothurn und Chor der Solothurner Kirchen unterhielten am Neuhjahrskonzert im Konzertsaal ein grosses Publikum.

Wenn die äusserst erfolgreiche Brass Band Solothurn unter der Leitung von Martin Bütikofer zusammen mit dem ebenso aufstrebenden WeGeSo-Gospelchor unter der Direktion von Urs Rickenbacher musikalisch ins neue Jahr starten, sind am «Bärzelistag»-Morgen unzählige Solothurnerinnen und Solothurner unterwegs in den Konzertsaal. Proppenvoll war dieser, als der erfolgreiche Dirigent des aus der ehemaligen Arbeitermusik hervorgegangenen Blasorchesters das Zeichen zum feurigen Auftakt des diesjährigen Neujahrskonzertes der Stadt gab.

Mit dem heiteren Eröffnungsstück «Fanfare and Flourishes» von James Cumow bewies die Band gleich zu Beginn, dass sie auf der oberen Leistungsstufe zu Hause ist. Eine etwas grössere Herausforderung fürs Publikum war die «Solemn Overture» von Tschaikowski, die 1882 in Moskau uraufgeführt wurde und dem Sieg Russlands in den Napoleonischen Kriegen gewidmet ist.

Gefühlvolle Solistin

Mit der Schlachthymne «Glory glory Halleluja», die an den amerikanischen Bürgerkrieg erinnert, griff auch der Chor der Weggemeinschaft Solothurn der Landes- und Freikirchen (WeGeSo) ins Geschehen ein. Fast nahtlos leitete dieses altbekannte, auch im Konzertsaal unter die Haut gehende Lied zum gemeinsam dargebotenen «When The Saints» über, eine speziell für Brass Bands geschriebene Version von Ted Parson. Nach diesem gemeinsamen Intermezzo gelangten die Zuhörer mit «Lord hold me now» von Christian Jochimsen wiederum in den Genuss eines wohltuenden Gesangs des Chors ohne Unterstützung des Orchesters, aber mit dem Einsatz einer gefühlvollen Solistin. Und wenig später auch dem wunderschönen Chorus «You are worthy of the highest praise» von Cynthia Nunn, den das Publikum mit viel Applaus quittierte.

Helle Begeisterung löste auch das Orchester mit der populären symphonischen Suite «Riverdance» von Bill Whelan nach der gleichnamigen Show aus. «Every Time I Feel The Spirit» (ebenfalls von Ted Parson) hiess es dann wieder gemeinsam, bevor die Band mit «You raise me up», einem eigenen Arrangement von Martin Bütikofer, zum gewaltigen Schlusspunkt ansetzte. Genüsslich konsumierte das Publikum auch die Zugaben «O happy day» und «Unter Donner und Blitz», einer Polka aus der Feder von Johann Strauss Jr.

Wie jedes Jahr meldete sich auch Stadtpräsident Kurt Fluri zum Wort und überbrachte Neujahrsgrüsse im Namen der Stadt. «In einem Jahr geschieht vieles, Gutes und weniger Gutes», blickte er auf die letzten Monate zurück und erinnerte an die sieben Asylbewerbenden, die wegen eines Brandes kurz vor Jahresende ihr Leben verloren hatten. Im Gedenken an die Opfer wurde es im Saal kurz still. Dann bedankte sich Fluri bei der WeGeSo, die bei der Organisation der Gedenkfeier mitgeholfen hat. Mit einem kurzen Rück- und Ausblick schloss er seine kurze Ansprache.

Wie immer mussten die zahlreichen, auch aus anderen Gemeinden angereisten Konzertbesucher, nicht mit leerem Magen auf den Heimweg. Doch der Neujahrs-Apéro hat es in sich: Das Gerangel im kleinen Konzertsaal ist jeweils gross und der Griff zu einem Glas Wein und einem Apéro-Häppchen muss erkämpft werden. Doch zu einem «Es guets nöis» reicht es alleweil.

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