Mobile Verpflegungsstände, von denen der Geruch exotischer Gewürze oder währschafter Speisen rüberweht, und die neugierig machen. Ein lustvoller Trend geht um die Welt – und erweist zum ersten Mal auch Solothurn die Ehre: So findet dieses Wochenende am Kofmehlweg unter der Westumfahrungsbrücke das erste Street Foot Festival Solothurn statt.

Am Samstag zwischen 11 und 22 und am Sonntag zwischen 11 und 19 Uhr findet man hier an 35 verschiedenen Food-Ständen heraus, wie japanische Okonomiyaro, jamaikanische Patties oder nepalesische Momos schmecken. Die Organisatoren werben mit kleinen Portionen und Preisen, sodass eine weitreichende kulinarische Weltreise möglich wird. Zum Street Food Festival zählt auch ein Barangebot, das von mitwirkenden Vereinen betrieben wird. Ebenso werden auf einer Bühne Strassenmusiker spielen. Und die Jugendarbeit Unterleberberg wartet mit einem Kinderangebot sowie einer Sirupbar auf.

Ehrenamtliches Team am Werk

Hinter dem Festival steht der gleichnamige Verein Street Food Festival, der sich aus 20 Helfern fürs Wochenende und einem achtköpfigen Organisationskomitee zusammensetzt: Kathrin Stuber, Samuel Eichenberger, Stephanie Walker, Patricia Affolter, Chrigu Stuber, Patricia Affolter, Stefan Wigger und Patrick Juchli. Die Hälfte des OKs rekrutiert sich aus den Reihen des Kofmehl, dennoch steht das Street Food Festival nicht unter dessen Federführung. «Es war halt auch naheliegend, das Festival hier zu machen, da das Gelände sehr übersichtlich, wettersicher sowie verkehrsfrei ist», sagt Patrick Juchli. Und es gebe wenige Orte in Solothurn, wo ein Anlass dieser Art so ideal durchgeführt werden könne. Ungeachtet positiver Wetteraussichten fürs Wochenende ist man dank Umfahrungsbrücke immer noch «am Schärme».

Die 35 Standsteller stammen aus der ganzen Schweiz und aus dem süddeutschen Ausland, dann aber auch der Region selbst: So zählen beispielsweise das «Pintli», «Srignags», Catering Hoch3 oder der Grilllade zusammen mit dem Salzhaus zu den präsenten Gastrobetrieben. «Die Absicht war, etwa einen Drittel der Anbieter aus der Region zu haben», meint Juchli. Die Idee eines solchen Festivals sei ihm und den Mitwirkenden schon länger im Kopf herumgeschwirrt. Noch viel länger aber reiste der Trend um die ganze Welt. «So sind wir aufmerksam geworden und wollten es auch ausprobieren», erinnert sich Juchli. «Allerdings wollten wir ein Festival, das sich von den anderen abhebt», zum Beispiel mit Livemusik oder mit einem Kinderangebot. «Und auch die ganze Atmosphäre soll dank schöner Dekoration sowie der Nähe zur Aare schön werden.»

Aussicht auf ein zweites Festival

Nachdem sich ein vielfältiges Team gebildet hatte, entschloss man sich im Juni definitiv, das Festival noch dieses Jahr durchzuführen. So habe man diverse Restaurants angefragt und andere Anlässe nach möglichen Standbetreibern abgeklopft. Und nicht zuletzt seien weitere Gastrobetriebe von sich aus aufs OK zugekommen. Finanziert wird das Non-Profit-Festival über die Standeinnahmen und die Bareinkünfte. «Zudem arbeiten wir und unsere Helfer ehrenamtlich. Die Gewinne werden wir in eine zweite Ausgabe des Festivals stecken», verrät Juchli.