Schul- und Therapiezentrum
Ein Fest zum 35-jährigen Bestehen wie aus dem Bilderbuch

Das Zentrum versteht es, Feste zu feiern, die allen Beteiligten Freude bereiten. Lauter «Hits» reihten sich aneinander, wobei der Festakt und erst recht die Uraufführung der Jubiläumslieder emotionale Höhepunkte bildeten.

Gundi Klemm
Merken
Drucken
Teilen

«35 Jahre wollen wir feiern, solange sind wir da und wollen noch weiter- gehen», sangen die im Zentrum für sinnes- und körperbehinderte Kinder (ZKSK) unterrichteten Kinder mundartlich mit grosser Begeisterung zur Begleitung der Band Supersiech mit Dülü Dubach.

Text und Musik fürs Jubiläumslied und den rassigen ZKSK-Song fürs Zentrum für sinnes- und körperbehinderte Kinderstammten von den beiden im Zentrum tätigen Sozialpädagogen Ivan Schweizer und Rico Lodi.

Nahtlos schloss sich der Dubach-Song «Mini Lieblingsfarb» an, der nicht nur auf der Bühne,sondern im Saal von den vielen «offiziellen» Gästen aus Kantonsrat und Behörden, den Mitgliedern von Stiftungsrat und Verwaltungskommission, Freunden der Schule, ehemaligen Schülern sowie den Angehörigen der hier unterrichteten 55 Jugendlichen und Kinder lustvoll mitgesungen wurde.

Das anschliessende Supersiech-Konzert mit seinem zu Heranwachsenden passenden Programm leitete über zum Party-Abend mit dem Chor «Chili con cante», mit der Formation «Tribeholz» und der von den Jugendlichen besonders gewünschten Disco.

Rückblick-Ausblick

Im Festakt erinnerte Stiftungsratspräsidentin Ursula Hediger an «steinige Wege» und selbstlose Privatinitiative, bis das damalige Schulheim 1977 feierlich eröffnet werden konnte.

Möglich machten dies die Einführung der IV, die 1965 gegründete CP-Stiftung, das 1969 umgesetzte Volksschulgesetz, das endlich die Förderung behinderter Kinder angemessen berücksichtigte, und das 1970 auf den Weg gebrachte Jugendheimgesetz.

Vier Schüler-Generationen haben die Bildungsstätte bereits durchlaufen, die fünfte absolviert jetzt ihre Schulzeit.

Landammann Peter Gomm, der zum Jubiläum die Festansprache hielt, begrüsste alt Regierungsrat Rudolf Bachmann, der vor 35 Jahren die Geburt des früheren Schulheims und heutigen ZKSK begleitet hatte.

Gomm würdigte die grosse Arbeit, die in dieser Institution seither geleistet wird, um die hier betreuten Kinder selbstständig am Leben teilnehmen zu lassen.

Partnerschaftlicher Weg

Er betonte den partnerschaftlichen Weg, den der Kanton in diesem Aufgabenbereich mit der Umsetzung des neuen Finanzausgleichs seit 2008 beschritten habe.

Zur bauseitigen Zukunft des ZKSK, das von den Planungen um den Neubau Bürgerspital betroffen ist, bekräftigte er das Interesse der Regierung, dass das ZKSK seine Aufgaben weiterhin so kompetent erfüllen könne.

ZKSK-Geschäftsführerin Christine Bigolin listete etliche Wünsche auf, die die Vernetzung zwischen Sonderschulen und Regelschule betreffen.

Auch wenn die Gesellschaft grosse Fortschritte in der Integration Beeinträchtigter gemacht abe, so dürfe die Unterstützung dieser Personen nach der Schule nicht aufhören.

Fröhliches Gedränge

Im weitläufigen Gelände des ZKSK standen dem Festpublikum viele interessante Aktivitäten zur Verfügung. Die Ergebnisse der sechs Workshops zum Thema «Klangwelten» konnten drinnen und draussen spannend erfahren und vor allem von klein und gross intensiv bespielt werden.

Treffpunkte waren die Festwirtschaft im eigens dafür aufgestellten Zelt und die Kaffeestube. Daneben lockten feine Düfte beispielsweise zur Waffelbackstation oder einladende Alphorn-Klänge in die Gartenanlagen.

Dazu strahlte die Sonne vom Himmel und zauberte vergnügtes Lachen in die Gesichter aller Teilnehmenden: der vielen Besucher und der überall bienenfleissig tätigen ZKSK-Mitarbeitenden.