Führungswechsel in der «Couronne»: Direktor Roman Oschwald und Hotel-Leiterin Simone Berchtold verlassen das Haus Anfang Herbst. Das Hotel Restaurant war nach aufwendigen Restaurationsarbeiten vor fast genau zwei Jahren neu eröffnet worden. «Nach drei Jahren intensiver Vorbereitungs- und Aufbauarbeit nehmen sie sich eine Auszeit und wollen sich neu orientieren», teilt ihr Arbeitgeber, die Genossenschaft Baseltor mit.

An ihre Stelle tritt mit Murat Baki und Claudia Baki Vogl «ein erfahrenes Hotel-Ehepaar, dass seit drei Jahren erfolgreich das Boutique-Hotel Auberge in Langenthal führt», so die Genossenschaft weiter. Mit seinen 17 Zimmern, dem Gourmetrestaurant mit 15 Gault-Millau-Punkten und Seminarräumen hätten die beiden das Haus ständig weiterentwickelt.

Man setzt auf Kontinuität

«Sie sind tolle Gastgeber», versichert Martin Volkart, Delegierter des Genossenschaftsvorstandes – er kennt die neuen Führunskräfte. Dass sich das Ehepaar mit zwei Kindern in Feldbrunnen niederlässt, wertet Volkart als Zeichen für eine kontinuierliche Entwicklung in der «Couronne», zumal das 35-köpfige Team mitsamt Küchenchef Martin Elschner dem Haus erhalten bleibt.

Am 1. September erfolgt der Wechsel an Murat Baki und Claudia Baki Vogl. Die neue Direktion bringe eine fundierte Ausbildung und Erfahrung in verwandten Betrieben mit: Murat Baki, geboren 1984 im deutschen Bad-Säckingen besuchte die Hotelfachschule und hat das Nachdiplomstudium zum eidgenössisch diplomierten Hotelmanager erfolgreich absolviert. «Er verfügt über viel Führungserfahrung in der Vierstern-Hotellerie und zusätzliches Know-how in Revenue Management und Verkauf», hält die Genossenschaft Baseltor fest. Claudia Baki Vogl, geboren 1983 in Augsburg, ist diplomierte Sommelière und hat unter anderem in leitender Funktion in Petermanns Kunststuben in Küsnacht und in der Giesserei in Zürich gearbeitet.

Erfolgreich unterwegs 

Am 1. Mai 2017 eröffnete die Genossenschaft Baseltor die vormalige «Krone» als vierten Betrieb. Roman Oschwald und Simone Berchtold hatten zuvor rund ein Jahr lang aktiv in der sogenannten «Pre-Opening»-Phase mitgearbeitet und dann die Leitung des neuen Vierstern-Swiss-Historic-Boutique-Hotels mit 37 Zimmern übernommen. «Eröffnungen sind sehr intensiv», weiss der erfahrene Gastronomie- und Hotellerie-Fachmann Volkart. Und es sei «branchenüblich», dass man mit Führungskräften eine bestimmte Aufbauzeit vereinbare, also beispielsweise einen Zeitraum von drei Jahren. Und so habe Simone Berchtold schon vor einem Jahr signalisiert, dass sich ihr «Couronne»-Engagement nur über diese Zeitspanne erstrecken werde.

Wirtschaftlich sei die «Couronne» unter der Führung des Duos erfolgreich gewesen. Lediglich das Restaurant habe man letzten Herbst einem Relaunch in Sachen Service und Interieur unterziehen müssen. Das Haus sei aber wieder gesellschaftlicher Treffpunkt der Stadt, erhalte Top-Bewertungen und «wir haben letztes Jahr damit Geld verdient. Auch in den ersten drei Monaten sind wir sehr gut unterwegs», betont Martin Volkart, der im Führungswechsel keinen Grund zu einem Strategiewechsel sieht.