Herbstmesse
Ein Bundesrat, viele rennende Säuli und 294 Aussteller: Das war der Eröffnungstag der HESO

Der Startschuss zur 41. Herbstmesse ist gefallen. Bundesrätliche Grussworte, kritische Gedanken zur digitalen Welt und rennende Säuli markierten den Messestart.

Andreas Kaufmann
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Eröffnungstag der HESO 2018 Die ersten Besucher strömen in die Hallen
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Der Akt der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr. OK-Chef Urs Unterlerchner durchschneidet das Band.
Am Stand der Kantonspolizei
Ist es bequem?
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
Christian Imark am Stand der SVP Kanton Solothurn.
Hier kann mit einer Mini-Armbrust und Plastikpfeilen geschossen werden
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
Eröffnungstag der HESO 2018
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
HESO 2018 Eröffnungstag
Beim HESO-Beck wird schon angestanden
Eine Partie Tischfussball
In der Sonderschau Kraftort Wald
HESO 2018 Eröffnungstag
Nicht fehlen durfte natürlich das Säuli-Rennen.
HESO 2018 Eröffnungstag
Jassen mit Franco Supino am Stand der Solothurner Zeitung.
Jassen mit Franco Supino am Stand der Solothurner Zeitung.

Eröffnungstag der HESO 2018 Die ersten Besucher strömen in die Hallen

Hanspeter Bärtschi

«Je suis chargé pour Soleure!» Wenn sich ein Bundesrat auf diese Weise zum Start der HESO in Solothurn ankündigt, dann besteht ein gewisser Erklärungsbedarf. Diesem kam Ignazio Cassis dann als magistraler Gast anlässlich der offiziellen Eröffnung auch unverzüglich nach. So sei es anders als mit den Schiffleuten der Ambassadorenzeit, die sich vom transportierten Frachtgut aus den Weingebieten ihren berauschenden Obolus abzweigten und deshalb beschwipst in Solothurn ankamen.

«Mit ‹Chargé pour Soleure› ist gemeint, dass ich mit einer reichen Fracht an Grüssen des Bundesrats hier ankomme», sagte Cassis, der vor rund elf Monaten sein Amt aufnahm. Die in Solothurn omnipräsente «Elf» war folgerichtig auch ein willkommenes Einstiegsthema. Oder seine mit Kurt Fluri geteilten Sessionserinnerungen im Nationalrat: «Er war mein Sitznachbar und meine Bibliothek – und er weiss alles», verriet Cassis. Als FDP-Fraktionspräsident habe er das Vorrecht genossen, die Sitzordnung festzulegen: «Und da habe ich Kurt Fluri als Nachbarn gewählt. So musste ich nicht alle Dossiers selbst lesen», witzelte er weiter.

HESO 2018: Eröffnungstag Bundesrat Ignazio Cassis kommt in Solothurn an
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 Cassis bei seiner Ansprache
 Die Solothurner Singknaben führen das Solothurner Lied auf
 Die Solothurner Singknaben führen das Solothurner Lied auf
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Geri Kaufmann führt Bundesrat Ignazio Cassis durch die Sonderausstellung
 Bundesrat Ignazio Cassis an der Sonderschau zusammen mit Geri Kaufmann
 Bundesrat Ignazio Cassis an der Sonderschau zusammen mit Geri Kaufmann
 Bundesrat Ignazio Cassis mit Regierungsrätin Brigit Wyss
 Ignazio Cassis
 Ignazio Cassis an der Sonderschau

HESO 2018: Eröffnungstag Bundesrat Ignazio Cassis kommt in Solothurn an

Hanspeter Bärtschi

Von Pisoni bis Casanova

Darüber hinaus kam Cassis auf die zahlreichen Berührungspunkte zwischen seinem Heimatkanton Tessin und Solothurn zu sprechen: «Als Aussenminister habe ich grossen Respekt vor der Rolle Solothurns als Ambassadorenstadt.» Eine Verbindung von zweifelhaftem Ruhm sei hingegen die mutmassliche Liebelei von Giacomo Casanova mit der Gattin des Solothurner Landvogtes Urs Viktor Joseph von Roll gewesen. Umso ruhmreicher dafür jene der beiden aus Ascona stammenden Pisonis, denen Solothurn seine Kathedrale verdanke.

Schliesslich würdigte Cassis die Herbstmesse und ihre Sonderschau «Kraftort Wald». «Gerade der Hitzesommer hat uns die Augen geöffnet», stimmte er auf problematische Umweltentwicklungen an. «Während man Waldbrände im Tessin kennt, waren jene in nördlichen Gebieten wie Schweden oder in der Nähe von Berlin doch eher neuere Phänomene.»

Digitalisierung beschäftigt

Über «Klima»-Veränderungen der wirtschaftlichen Art sinnierte zu Beginn der Eröffnung hingegen Urs Unterlerchner, Präsident des HESO-Organisationskomitees. Im Rahmen der «digitalen Transformation» seien sowohl innovative als auch disruptive Kräfte am Werk: «Wenn es in Solothurn heisst, «’s isch immer so gsy», dann hat dies für die Wirtschaft nicht mehr so viel Bedeutung.» Und dass es uns besser gehe als vielen anderen Ländern, werde irrtümlicherweise als selbstverständlich gesehen: «Dabei ist der Wohlstand flüchtig», wie das Beispiel des ehemals prosperierenden Venezuelas zeige.

Was die Schweiz voraushabe, sei die Rechtssicherheit, der Schutz des Eigentums, die Wirtschaftsfreundlichkeit, der schlanke föderalistische Staat sowie die Weitsicht des Unternehmertums. Letzteres zeige gerade die Wirtschaftsgeschichte des Kantons auf. «Es bringt Erfolg, Veränderungen zu erkennen und darauf zu reagieren», so Unterlerchner, der damit den Bogen zur HESO, ihrem Erfolgsrezept und ihren heuer 294 Ausstellern schlug. Er plädierte dazu, für neue Ideen offen zu bleiben.

Auch Stadtpräsident Kurt Fluri griff das Thema auf. «Zu ihrem Beginn vor 41 Jahren war die HESO ein Gegenpol zum Einkaufszentrum auf der grünen Wiese. Heute muss sie sich gegenüber dem Online-Einkauf behaupten.» Dies sei durch persönliche Begegnung und individualisierte Dienstleistungen möglich.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung durch die Solothurner Singknaben mit dem Solothurnerlied – und durch das Glockengeläut zum Internationalen Friedenstag, das von der Kathedrale herüberschallte.

Die Redaktion am Jasstisch

Am Stand der «Solothurner Zeitung» wird die ganze HESO-Woche gejasst. Je ein Redaktionsmitglied und ein Promi treten gegen zwei Leserinnen oder Leser an. Den Anfang machten Schriftsteller Franco Supino und Urs Byland (Redaktor Lebern, Bucheggberg, Wasseramt). Jeweils um 17 Uhr jassen am Montag, 24. September, Sängerin Margreth Biberstein und Fränzi Zwahlen-Saner (Redaktorin Thal-Gäu, Regionalkultur), am Dienstag, 25. September, 17 Uhr: Stadtschreiber Hansjörg Boll mit Redaktionsassistentin Yvonne Aregger, am Mittwoch, 26. September, Schauspieler Hanspeter Bader mit Stadtredaktor Wolfgang Wagmann. Am Donnerstag, 27. September, sind dann Fasnächtler Fritz Rickli und Rahel Meier (Redaktorin Lebern, Bucheggberg, Wasseramt) an der Reihe, am Freitag, 28. September, SVP-Nationalrat Christian Imark und Kantonsredaktor Lucien Fluri. (szr)