Solothurn

Eigenheim-Messe: Der Organisator wünscht sich eine eigene Halle

An der Eigenheim-Messe in Solothurn präsentieren sich bis zum Sonntagabend rund 160 Aussteller im und um das CIS-Sportcenter. Der Messeorganisator Benno Krämer hat erneut eine innovative Messe zusammengestellt – doch das reicht ihm noch nicht.

Gegen 160 Aussteller auf rund 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in vier Hallen, Zelten und auf dem Aussengelände – das ist die Eigenheim-Messe 2015. «Ja wir sind ausverkauft», zeigte sich Messeorganisator Benno Krämer von der diesjährigen Resonanz sehr zufrieden. Noch in der Eröffnungsrede hatte er bei Eröffnungsredner und Kantonsratspräsident Ernst Zingg um «zehn bis fünfzehn zusätzliche Aussteller aus dem unteren Kantonsteil» geworben, «dann müssten wir halt noch ein Zelt aufstellen. Was allerdings immer teuer wird», lachte der rührige Messe-Promoter. Einmal mehr brach jedoch Krämer vor viel Politprominenz eine Lanze für seine Vision einer Messe-Infrastruktur für Solothurn. «Mit einer Halle von 6000 Quadratmetern an aufwärts.»

Die Halle sollte multifunktional und polyvalent einsetzbar sein, liess Krämer offiziell verlauten. Nach dem offiziellen Speak dazu befragt, meinte er ergänzend, es «sollten sich die drei, vier Richtigen am Tisch treffen», mit dem Ziel eine Task Force zu gründen. «Mit 120 Franken Jahresertrag pro Quadratmeter wäre die Halle finanziert», glaubt Benno Krämer, der auch auf die Landreserven der Stadt im Weitblick-Perimeter nördlich des jetzigen Messestandortes auf dem CIS-Areal verwies. Das Ehepaar Krämer belegt dort sämtliche Räumlichkeiten bis auf auf die Raiffeisen-Kunstturnerhalle.

Messe über den Kanton hinaus

Die 9. Eigenheim-Messe stehe wieder im Zeichen von Flexibilität und Innovation, erinnerte Benno Krämer an den Hauptzweck des viertägigen Grossanlasses: «Die Kaufkraft in der Region zu behalten.» Trotz der unsicheren Zeiten – angesprochen wurden Börsenturbulenzen und die Frankenaufwertung zum Euro – stehe die Werterhaltung der eigenen Liegenschaft sowie eine vielleicht früher als gedachte Realisierung eines Eigenheims bei Vielen im Vordergrund. Dazu biete das Forum im «Messeturm» auf dem Aussengelände geeignete und breit gefächerte Fachpräsentationen – vereinfacht werde die Suche nach der geeigneten Veranstaltung auch durch den neu geschaffenen App der Eigenheimmesse, warb Krämer in eigener Sache.

Eröffnungsredner Ernst Zingg würdigte die Fachmesse als bedeutsam für den ganzen Kanton Solothurn und auch darüber hinaus. Obwohl er als «Durchschnittskanton» wahrgenommen werde, zeigten doch viele Grossanlässe immer wieder, dass hier Überdurchschnittliches geleistet werde. «Wir sind besser als viele meinen», bekräftigte Zingg, «wir verfügen über eine hohe Kompetenz auf vielen Gebieten.» Der Kantonsratspräsident verwies aber auch auf die laufenden Polit-Geschäfte wie die Richtplanungs-Diskussion mit der Bauzonen-Ausscheidung für die nächsten 15 Jahre. «Das wird viel zu reden geben.»

Beratung im Vordergrund

Bereits seit acht Jahren als Aussteller dabei ist die Gemeinschaftsantenne Weissenstein GAW. Geschäftsführer Marcel Eheim sieht auch in der Eigenheim 2015 mehr «eine Beratungsmesse». Die Thematik sei der richtige Anschluss bei einem Neubau, «denn wenn man gewisse Sachen erst später macht, kommt es wesentlich teurer.» Die meisten Besucher an der Eigenheimmesse möchten bauen oder umbauen, schätzt Eheim das Publikum als jeweils sehr interessiert ein. Und meint pointiert: «Für viele ist das Küchen- oder Bad-Plättli das Wichtigste, und die Kommunikation kommt erst ganz zuletzt.» So wird sich der Geschäftsführer am Samstagmorgen auch «an der Front» präsentieren, «aber wir haben viele Mitarbeiter, die sehr gerne hier am Stand arbeiten.»

Was auch den Eindruck von Benno Krämer in dessen Begrüssungsrede widerspiegelt: «Wir sind in den letzten neun Jahren hier zu einer richtigen Eigenheim-Familie zusammengewachsen.»

Die Eigenheim-Messe ist heute Freitag von 16 bis 20 Uhr (bei halbem Eintritt) geöffnet, morgen Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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