Solothurn
Ehrenamtliches Projekt «Restessbar» ist auf Eis gelegt

Die Initianten der «Restessbar» in Solothurn mussten den Standort beim Künstlerhaus aufgeben. Ein Alternativstandort ist nicht in Sicht. Das Projekt wurde deshalb erst einmal auf Eis gelegt.

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In der «Restessbar» sollen übrig gebliebene, aber noch essbare Speisen angeboten werden. (Themenbild)

In der «Restessbar» sollen übrig gebliebene, aber noch essbare Speisen angeboten werden. (Themenbild)

KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER

Noch im Oktober zeigten sich die Initianten der «Restessbar» zuversichtlich, ihre Station mit übrig gebliebenen, aber noch essbaren Speisen bis im Dezember aus der Taufe zu heben. Doch nun schreibt Marion Schweizer vom Kernteam auf Facebook: «Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden, den Standort beim Künstlerhaus aufzugeben.»

Es seien verschiedene Faktoren, die die Organisatoren zu diesem Schritt bewogen haben. Einer der Gründe, so Schweizer auf Anfrage, sei der beschränkte Platz im Hinterhof des Künstlerhauses gewesen: «Würde die «Restessbar» – wie an anderen Standorten der Fall – auch in Solothurn anwachsen, hätten wir ein Problem.»

Mit den Solothurner Baubehörden herrsche ein gutes Einvernehmen, auch wenn während des Planungsprojekts plötzlich klargeworden war, dass für die Einrichtung der «Restessbar» auch ein Baugesuch nötig ist. Aber: «Das Stadtbauamt war sehr entgegenkommend, nett und geduldig», hält Schweizer fest.

Hingegen stimme es sie sehr traurig, «dass niemand bereit ist, seinen Garten für so ein tolles Projekt zur Verfügung zu stellen». Das Hauptproblem sei wohl, dass sich die Leute vor allfälligen kriminellen Randständigen fürchten würden. «Aber wenn wir die Projekte in anderen Städten anschauen, ist das kein Thema.» Derweil hofft Schweizer auf Tipps für alternative Standorte für die «Restessbar».

Was mit bereits eingegangenen Sach- und Geldspenden passiert, will das Kernteam die Spender direkt informieren. Ganz aufgeben wollen Schweizer und ihre Gruppe aber nicht: «Nun lassen wir mal die Festtage verstreichen und erholen uns von der intensiven Zeit, damit wir uns im neuen Jahr wieder voller Energie in unser Projekt stürzen können.» (ak)

Infos: marionschweizer@gmx.ch

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