Ehemalige Hauptpost

Ehemalige Post hat neuen Eigentümer

Die ehemalige Solothurner Hauptpost ist jetzt in Luzerner Händen.  andreas Kaufmann

Die ehemalige Solothurner Hauptpost ist jetzt in Luzerner Händen. andreas Kaufmann

Eines der markantesten Gebäude in Solothurn hat einen neuen Eigentümerin: Die ehemalige Hauptpost wurde von der Arthur Waser Stiftung in Luzern erworben. Damit tritt ein neuer Player auf dem regionalen Immobilienmarkt auf.

Verkauft hatte den mehrgeschossigen Bau über der Aare die Euro Estates (Jazz) Limited mit Sitz in Gibraltar. Sie hatte den ehemaligen Postsitz 2005 erworben.

Hinter der neuen Eigentümerin dagegen steht der 81-jährige Luzerner Unternehmer Arthur Waser, dessen 1999 gegründete Stiftung sich vor allem in Entwicklungshilfe-Projekten vor Ort in der Dritten Welt engagiert, aber auch Kunst und Kultur unterstützt. «Die Stiftung bewirtschaftet aktiv Liegenschaften in der ganzen Deutschschweiz und im Tessin», erklärt dazu Michael Ringli, Leiter Immobilien der Arthur Waser Stiftung. «So haben wir auch in Bern und Biel schon verschiedene Häuser umgebaut.»

Die Erträge der Liegenschaften flössen in die Stiftung, um deren Zweck zu erfüllen, betont Ringli: «Sie ist das Lebenswerk von Arthur Waser.»

«Wieder auffüllen»

Zu 90 Prozent hat die Stiftung das Gebäude am Postplatz erworben, beteiligt ist mit 10 Prozent der Zürcher Architekt Thomas Szikszay, welcher auch die Renovation und den Umbau leiten wird. «Wir arbeiten schon seit Jahrzehnten zusammen», erklärt Michael Ringli die Beteiligung. Fest steht, dass die Stiftung selbst sich nicht im Gebäude niederlassen wird. Derzeit sind die Swisscom und der dänische Möbelanbieter JYSK die Hauptmieter im Parterre.

Was konkret im viergeschossigen Gebäude, das in den 70er Jahren für die Bedürfnisse der Post konzipiert worden war, passieren wird, kann Michael Ringli noch nicht sagen. «Wir werden die Liegenschaft aktiv mit Leuten vor Ort bewirtschaften und sie wieder auffüllen, ausgerichtet auf die lokalen Bedürfnisse. Die grosszügigen Raumhöhen ermöglichen verschiedenste Nutzungen.»

Das Gebäude sei in den letzten Jahren vernachlässigt worden, und benötige deshalb Investitionen. Doch sei kein radikaler Umbau geplant - «der Bau hat Qualität und liegt zentral», deutet Ringli an, weshalb sich die Luzerner Stiftung für das Engagement in Solothurn entschieden hat.

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