Solothurn
Dreister Dieb klaut doppelt abgeschlossenes Behindertenfahrzeug einer Toten

Mitten in der Solothurner Altstadt wurde das Elektromobil von Nicole Areggers Mutter gestohlen. Diese ist erst vor wenigen Wochen gestorben, die Grosseltern hätten das Fahrzeug erhalten sollen.

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Seit wenigen Tagen fehlt vom roten IV-Fahrzeug nun jede Spur. «Es stand abgeschlossen hier in dieser Nische», erklärt Nicole Aregger und zeigt auf den Durchgang im Vigierhof mitten in der Solothurner Altstadt. Wie Tele M1 berichtet, fehlt nun jede Spur vom roten Behindertenfahrzeug. Für Aregger unverständlich: «Der Platz ist beleuchtet, ich hätte nicht gedacht, dass hier jemand auf die Idee kommt, ein Schloss aufzubrechen.»

Im Sommer erhielt Areggers Mutter das Fahrzeug, da sie an Lungenkrebs erkrankt war und sich nur eingeschränkt bewegen konnte. Mitte September verstarb die 59-Jährige. «Ich finde es einfach traurig, denn man sieht ja, dass es ein Behindertenfahrzeug ist und die Leute, die darauf angewiesen sind, haben schon genug Probleme», erzählt Marlies Rutschmann, die Schwester der Verstorbenen. «Es wäre definitiv nicht nötig.»

Vermutlich wurde das Fahrzeug Ende letzter Woche gestohlen. Im Verdacht stehen Heso-Besucher. «Es war ein bisschen verwüstet, ich nehme an, dass jemand an der Heso war, zu viel getrunken hat und sich einen Jux aus dem Stehlen des Fahrzeugs gemacht hat», erzählt Nicole Aregger. Dieser Spass könnte den Dieb allerdings teuer zu stehen kommen, denn das Fahrzeug hat einen Wert von 10'000 Franken. Aregger hat bei der Polizei bereits Anzeige erstattet. «Das kann man nicht entschuldigen», findet die Geschädigte. «Es wäre schön, wenn es wieder auftauchen würde.» Denn nach dem Tod ihrer Mutter, hätten Areggers Grosseltern das Mobil erhalten sollen. (chg)

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