Solothurner Wetter

Doch kein Schnee – der März war über weite Strecken frühlingshaft

Die frühen Blüten wurden durch Frostnächte bedroht.

Die frühen Blüten wurden durch Frostnächte bedroht.

Das Solothurner Wetter sah einen zu warmen und trockenen ersten Frühlingsmonat.

Auch der März 2020 reiht sich in die lange aufeinanderfolgende Reihe von zu warmen Monaten ein: Seit dem letztjährigen Mai ist das so, auch wenn der diesmalige Temperaturüberschuss in Solothurn mit einem Monatsmittel von 7,2 «nur» 1,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt lag. Aber: Das erste Quartal 2020 ist damit in der Region um fast 3 Grad zu warm ausgefallen.

Der noch zu Monatsbeginn prognostizierte Schnee bis ins Flachland liess sich dann doch nicht blicken, auch wenn der Weissenstein immer wieder seinem Namen alle Ehre machte. Nennenswert Niederschlag fiel eh nur in der ersten Monatshälfte, und so kamen im Wallierhof Riedholz immerhin 98 Liter pro Quadratmeter zusammen; in Solothurn selbst allerdings nur die Hälfte davon.

Über weite Strecken frühlingshaft

Der Monat startete ausgesprochen trüb und nass – allein in den ersten fünf Tagen fiel das Gros des gesamten März-Regens bei zunehmend kühleren Temperaturen. Die zaghafte Wetterbesserung wurde vom 9. bis 11. März nochmals durch eine allerdings schwächere Niederschlagsperiode abgelöst. Erst dann setzte sich trockenes und zunehmend milderes Frühlingswetter durch. Ab der Monatsmitte gab’s dann bei viel Sonnenschein angenehme Nachmittagstemperaturen knapp unter der 20-Grad-Marke.

Eine kleine Störung brachte ab dem 20. März eine frappante Abkühlung. Zwar war es rasch wieder sonnig, doch in den klaren Nächten sank das Thermometer auf etliche Grad Minus in exponierten Lagen, was der weit fortgeschrittenen Blütenpracht gar nicht bekam. Dazu blies tagsüber eine stramme Bise, die nur ein, zwei Tage abflaute und zum Monatsende hin wieder das Wetterregime übernahm.

Damit wurden die keineswegs durchnässten Böden weiter ausgetrocknet, und dieser Trend hält auch in den ersten Apriltagen an. Dazu gibt’s bei viel Sonnenschein zunehmend Wärme – die Ostertage dagegen sehen derzeit eher feucht aus.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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