Circus Knie

Direkt neben den Zirkustieren ging das Solothurner Feuerwerk in die Luft – das sagen die Verantwortlichen

In Nähe des offiziellen Feuerwerk der Stadt Solothurn waren am Donnerstag bereits die Zootiere des Circus Knie untergebracht. In den sozialen Medien warf die Situation Fragen auf.

Tier und Feuerwerk, wie verträgt sich das? Je länger je mehr stellt sich diese Frage vor, während und nach dem ersten August in der öffentlichen Diskussion. Nicht von ungefähr kommt deshalb auch der Appell, mit dem die Kantonspolizei vor einigen Tagen um zurückhaltenden Umgang mit Feuerwerkskörpern bat: «Der Dank vor allem aller Haus-, Nutz und Waldtiere ist Euch sicher», liess die Kapo verlauten.

Und so wenden sich auch in Solothurn nach dem offiziellen Hoch- und Barockfeuerwerk bei der Schanze viele Kommentare in den sozialen Netzwerken der Frage zu, wie es eigentlich den Tieren im Zoo des Circus Knie auf der Chantierwiese geht, wenn es nebenan knallt. 

«Wir haben die Zirkusleitung vorinformiert»

Auf Nachfrage bei den städtischen Behörden, die für das alljährliche Feuerwerk zuständig sind, verweist Stadtschreiber Hansjörg Boll darauf, dass die Zirkusleitung aufgrund guter Vorverkaufserfolge angefragt habe, am Freitagabend eine Zusatzvorstellung einzuschieben. «Selbstverständlich orientieren wir die Vertreter, dass die Feierlichkeiten mit Feuerwerk praktisch mitten im vom Knie beanspruchten Gelände stattfinden und es daher Einschränkungen und Emissionen für die Tiere zu berücksichtigen gelte.»

Konkret dürfen gemäss Bewilligungsauflagen weder das Zirkuszelt aufgebaut sein, noch dürfen Zirkuswagen auf dem Vaubanweg stehen. Auch müssen Menschen, Tiere und allfällige brennbare Gegenstände ausserhalb des Sicherheitsradius bleiben. 

«Tiere sind an Lärm gewöhnt»

Der Zirkuszoo auf der Chantierwiese war allerdings bereits am Donnerstag errichtet. Boll habe sich deshalb bei der Zirkusleitung vergewissert, dass das Feuerwerk für die Tiere kein Problem darstelle. «Es wurde mir versichert, dass sich die Zirkustiere aus der Manege mehr Lärm gewöhnt seien als normale Haustiere, und ein Feuerwerk von 15 Minuten für diese kein grösseres Problem sei», so Boll. 

«Am 1. August knallt es ja überall, unsere Tiere sind sich auch an anderen Standorten an diverse Lärmemissionen gewöhnt», bestätigt Lena Zurbuchen vom Knie-Medienbüro gleich selbst. Und während des grossen Feuerwerks seien die Tiere in den Stallungen gewesen. Gegenmassnahme seien keine ergriffen worden. «Die Tiere haben nicht speziell auf das Feuerwerk reagiert», so Zurbuchen.

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