Er schreibt Geschichte, dieser Mai 2018, denn er ist seit mehr als einem Jahr der erste Monat, der wieder einmal klar kühler als das langjährige Mittel blieb. Mit 12,2 Grad fehlten zum «Normalwert» immerhin 1,6 Grad. Mit 136,5 Litern Regen in Solothurn und 143,3 Litern im Wallierhof Riedholz bewegten sich die Niederschläge um gut einen Viertel über dem langjährigen Durchschnitt und erreichten ziemlich genau die Vorjahreswerte. Damals hatte der Mairegen den Grundstock dafür gelegt, dass die Region Solothurn gerade noch so über die heissen und recht trockenen Sommermonate kam. Diesmal könnte er diese Rolle erneut spielen, zumal der April etwas nasser gewesen ist als derjenige im Vorjahr.

Unterkühlter Monatsstart

Der 1. Mai zeigte sich mit viel Sonne noch «demo-freudig», dann drehte der Trend zusehends auf kühl und nass. Am 4. Mai wurde es nochmals richtig weiss auf den Jurahöhen und in der Nacht auf den 6. Mai registrierte man im Wallierhof oben gar noch einen Zentimeter Neuschnee. Besonder nass wurde es dann vom 8. bis und mit 11. Mai; Bei fast sonnenlosem Himmel kamen allein in Solothurn 34 Liter Regen zusammen. Dabei blieben die Temperaturen im bescheidenen Bereich. Zwar gabs dann bis zur Monatsmitte, dem Höhepunkt der Eisheiligen mit der "Kalten Sophie" am 15. Mai,  mehr Sonnenschein, aber Lust auf die nun geöffnete Badi kam keine auf: Tagelang blies nun eine starke Bise zum Bikini-Blues.

Die zweite Monatshälfte wurde mit einer weiteren Regenperiode lanciert, wobei der Montag, 20. Mai, mit einem Tagestotal von 35 Litern Regen pro Quadratmeter in Solothurn den Vogel abschoss. Mit der Sonne ab dem 22. Mai war auch prompt wieder die Bise da und 20 Grad waren schon das höchste der Gefühle. Ein kräftiges Nachmittagsgewitter mit 25 Litern Regen im Gepäck zog am Samstag, 25. Mai über Solothurn hinweg, und auch die letzte Woche des Monats brachte nochmals eine Abkühlung und Nässe mit sich.

Der «Auffahrtssommer»

Bis in die nächste Woche hinein hält sich der aktuelle «Auffahrtssommer», und am Montag tasten wir uns wahrscheinlich an die 30-Grad-Marke heran. Doch werden die angefeuchteten Luftmassen labiler, es wird «tüppig» und ein Gewitter liegt allemal drin. Ein Wettercharakter, der sich bis ins Pfingstwochenende hinzieht. Der erste Trend geht dann aber von einem Wetterumschwung durch eine Kaltfront am Pfingstsamstag aus. Das Schönwetter rappelt sich dann offenbar nochmals auf, doch Richtung Monatsmitte sieht es derzeit eher nach «Monsun» als nach Heuwetter aus.