Nach dem extrem trockenen Dezember und einem sehr kalten Januar setzte der zu milde Februar den Schlussstrich unter einen gesamthaft mittelmässigen Winter mit einem klaren Peak, was Eis und Schnee anbelangt in der zweiten Januarhälfte. Der Folgemonat konnte da überhaupt nicht mithalten.

Nur gerade drei Tage mit einer durchgehenden Schneedecke, aber nicht ein einziger Eistag wurde registriert. Das Monatsmittel lag denn auch mit 4,8 Grad gleich 3,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Dieses wurde jedoch beim Niederschlag nicht erreicht: Die im Wallierhof Riedholz gemessenen 83,8 Liter pro Quadratmeter entsprechen etwa zwei Dritteln der durchschnittlichen Februarmenge.

Mild-wilde Fasnachts-Melange

Nicht gut mit den Fans des Winterports meinte es Petrus just auf den Sportferienbeginn hin: Wie zuletzt Ende Januar startete der Februar mit drei äusserst milden Tagen – die Maxima erreichten durchwegs zweistellige Werte, was der Schneedecke auf den Jurahöhen rasch zusetzte. Eine unstete Wetterperiode brachte in der ersten Februarwoche vorerst einmal Regen bis in höhere Lagen, dann fiel doch noch einmal für drei Tage etwas Schnee bis hinab ins grüne Solothurn. Zwar blieb es relativ kühl, doch eine geschlossene, weisse Decke sollte sich in diesem dritten Wintermonat nicht mehr einstellen.

Im Gegenteil: Nach der Monatsmitte mehrten sich die Anzeichen auf einen baldigen Frühlingsbeginn auch in der Vegetation. Nur Hochnebel konnte die bereits hochstehende Sonne an einer noch rascheren Erwärmung des im Januar noch tief gefrorenen Bodens hindern. So richtig frühlingshaft wurde es ausgerechnet auf die Fasnacht hin: Am Chesslete-Morgen staunten die Weisshemden über sagenhafte sieben Plusgrade in aller Herrgottsfrüh und am Nachmittag herrschte bei 15 Grad am Landhausquai schon fast sommerliches «Sun, fun and nothing to do».

Verwöhnt wurden die Narren auch am Sonntagsumzug, wobei die Temperaturen etwas zurückgegangen waren. Den ganz grossen Dämpfer gabs dann ausgerechnet auf den Fasnachtsumzug am Dienstag, 28. Februar, hin: Fast wäre der Umzug wieder Sturmböen und Starkregen zum Opfer gefallen und nachts kehrten die müden Fasnächtler bei Schneeregen nach Hause zurück.

Frühling quo vadis?

In den nächsten Tagen ist relativ mildes, aber wechselhaftes Wetter zu erwarten. Gut für die Natur, die sonst das Wassermanko des Winters zu spüren bekäme. Doch deuten die Trends auf keinen raschen Durchbruch des Frühlings hin – die zweite Märzhälfte könnte kühl ausfallen.