Kinderfest Insieme
«Diese Freude ist der Lohn für den grossen Aufwand»

Rund 80 Kinder vergnügten sich am Samstag beim Kinderfest der Organisation Insieme Solothurn. Als Lohn für den ganzen Aufwand reicht den Organisatoren die Freudein den Gesichtern der Kinder. So war der Eintritt frei und das Fest offen für alle.

Bea Kaufmann
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Kinderfest Insieme Solothurn
17 Bilder
Rund 80 Kinder besuchen das Kinderfest jedes Jahr.
Am Schminktisch konnten sich die Kinder schminken lassen.
Mit der Hilfe von professionellen Choreographen konnten die Kinder eigene Tanzschritte erfinden und einüben.
Viele Kinder lernten, welche Klänge und Rhythmen man den aufgestellten Djembe entlocken kann.
Die Möglichkeit eigene Tanzschritte einzuüben wurde rege genutzt.
Die Freude ist manchen Besuchern wie ins Gesicht geschrieben.
Möglich wurde das Kinderfest durch die zahlreichen freiwilligen Helfer.
Bei manchen Kindern war die Begeisterung fürs Tanzen besonders gross.
Eifrig übt dieser junge Tänzer seine neuen Tanzbewegungen.
Wer sich traute konnte am Turm des SAC bis in luftige Höhen klettern.
Einmal posieren für die Kamera
Auch die ganz Kleinen konnten ihren Spass haben.
Möglichkeiten sich zu vergnügen gab es ausreichend.
Am Schminktisch werden die Kinder in Raubtiere und kleine Elfen verwandelt.
Die angehenden Bergsteiger konnten an dieser Vorrichtung schon einmal ein wenig Erfahrung sammeln.
Irgendwann ist aber auch die Spitze dieses «Berges» erreicht.

Kinderfest Insieme Solothurn

Bea Kaufmann

Rhythmische Trommelklänge erfüllen den Raum. Während des ganzen Nachmittags wird Jung und Alt gezeigt, welche Töne und Rhythmen den aufgestellten Djembe entlockt werden können.

Dabei zeigt sich: das kann jeder. So wie alle anderen Aktivitäten, die am Kinderfest von Insieme Solothurn - der Organisation, die sich für geistig behinderte Menschen einsetzt - angeboten werden.

Denn hier soll es keine Grenzen geben, wie Sonja von Allmen, Präsidentin von Insieme Solothurn, erläutert. Stattdessen dürfen sich hier Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ungezwungen begegnen und austauschen. Auch der Eintritt ist für niemanden eine Hürde, denn das Kinderfest ist kostenlos.

Hier gibt es keine Grenzen

Bereits zum achten Mal führte Insieme Solothurn das Fest für alle Kinder durch. Dass es dieses Jahr auf den Fasnachtssamstag gefallen ist, war absehbar, der Anlass findet immer am ersten Samstag im März statt.

Dem Besucherinteresse tut dies aber keinen Abbruch, die Sporthalle des Schulhauses Brühl ist stark bevölkert. «Wir haben jedes Jahr bis zu 80 Kinder hier», so von Allmen. Dabei ist für alle etwas dabei, weder den Fähigkeiten noch dem Alter sind Grenzen gesetzt.

Für die Jüngsten hat der Heilpädagogische Dienst Solothurn eine Ecke mit Matten, einer Rutschbahn und einer grossen Schaukel gestaltet. Daneben finden sich Trampolin und ein Kletterparcours, die von PluSport-Mitarbeitern betreut werden. Geklettert wird auch am professionellen Turm des SAC. Hier können die angeseilten Kinder an den über fünf Meter hohen Kletterwänden richtig hoch hinaus. Das braucht Mut!

Auch die Bar darf nicht fehlen

Für die Verköstigung von Gross und Klein sorgt das Barteam des Aareträffs, wiederum ein Mix aus Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Gut gelaunt sind sie aber alle. «Das ist ein riesen Aufwand für das Team.

Aber sie machen es sehr gerne!», schwärmt von Allmen. Finanziell lohne sich weder Bar noch Fest. «Das Barteam kann in der Regel die Unkosten decken.» Und da kein Eintritt verlangt wird, sei man für die Organisation für das Kinderfest stark auf Spenden angewiesen. Und auf fleissige Helfer. «Meine halbe Familie ist hier und hilft mit», sagt von Allmen lachend.

Etwa ihre Tochter, die am Schminktisch mithilft. In dieser beliebten Ecke werden die Besucher der Stimmung entsprechend fröhlich und bunt geschminkt, so dass sich bald Kaninchen und Elfen unter die Menschenkinder mischen.

Ein kleiner Tiger hat sich derweil auf die Bühne gewagt und wird dort in die Geheimnisse des Hip-Hops eingeweiht. Denn hier darf nach Lust und Laune getanzt werden. Dabei können die Kids ihre eigenen Tanzschritte ausprobieren oder zusammen mit dem Profi Choreografien einstudieren.

Die Stimmung scheint im Verlauf des Nachmittags immer ausgelassener zu werden. «Es ist erstaunlich, hier gibt es nie ein ‚Gränn‘.», so von Allmen. Stattdessen ist die Freude den Besuchern und Helfern ins Gesicht geschrieben.

Diese Freude, so die Präsidentin, sei der Lohn für den grossen Aufwand, den Insieme Solothurn und die ganzen Helfer jedes Jahr betreiben.