Schon den ganzen Nachmittag über hatte Moderator Harri Kunz versucht zu erklären, auf was es bei der Bewertung einer Kuh ankomme. Sechs Kategorien stellten sich der Fachjury, wobei ein Preis nur für das schönste Euter vergeben werden sollte.

Bei der generellen Bewertung spielt dieses zwar auch eine Rolle, doch dazu kommen Kriterien wie die Linie (des Rückens) oder das Fundament (die Stellung der Beine) und dann «ganz einfach der Gesamteindruck» wie am Stammtisch der Züchter zu vernehmen war.

Eine starke Delegation stellten diesmal die Thaler Züchter aus Mümliswil. Für Ueli Bader ist der Chästag zwar «eine sehr schöne Sache. Aber er gibt sehr viel Arbeit, eineinhalb Tage muss ich  dafür schon einsetzen, um Werbung für uns alle zu machen.»

Am 8. Solothurner Chästag werden neben der Richterwahl «Miss Schön-Euter» und «Miss Chästag» auch vom Publikum eine «Miss Chästag» gewählt.

Missen-Alarm am 8. Solothurner Chästag: Das sind «Miss Schöneuter», «Miss Chästag» und die Publikumswahl zur «Miss Chästag»

Drei Titel vergeben

Während zunehmend das Volk in die Beizli und Festwirtschaften strömte und diverse Musigen es unterhielt, wurde nach langem Ausmarchen auch bekannt gegeben, welche Kühe auf dem Dornacherplatz zu Titelehren kamen: «Miss Schöneuter» ist «Dolly», eine Braunviehkuh von «Joe» Steiner aus Horrwil, «Miss Chästag» der Fachjury «Tanja» der Rasse Swiss Fleckvieh des Mümliswilers Daniel Bloch – doch in der Publikumsgunst stach eine der kleinsten Kühe, die Jersey-Dame «Timea» von Sibylle Lüthi aus Horrwil heraus.