Solothurn

Diese 23-Jährige will mit ihrem kurvigen Körper im deutschen TV überzeugen

Die TV-Show «Curvy Supermodel» geht in die dritte Runde. Mit dabei ist die Halb-Tschechin Vera Havrda, die als Jugendliche nach Solothurn zog und dort bis zum Studienbeginn wohnte.

Eine umwerfende Sanduhr-Silhouette, tolle Kurven, Ausstrahlung, Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Disziplin - das sind die Zutaten für ein erfolgreiches Curvy Model. Bereits zum dritten Mal sucht RTLII ab dem 26. Juli 2018 das schönste der kurvigen Models. Und mit dabei ist heuer eine Frau mit Solothurner Wurzeln. Vera Havrda, Tochter eines Tschechen und einer Schweizerin.

Vera Havrda zog es vor einem Jahr des Studiums wegen nach Zürich. Doch ihre Eltern und ihr Zwillingsbruder sind noch in Solothurn zuhause. Sie selbst hat zwischen 14 und 22 Jahren hier gewohnt. Die ersten Lebensjahre verbrachte sie in der Heimat ihres Vaters in Tschechien. «Doch bereits in meiner Kindheit besuchte ich zusammen mit den Eltern und meinem Zwillingsbruder die Grosseltern in Solothurn», erzählt die 170 cm grosse Frau mit den Massen 94-72-114.  

Es sei schon «recht heftig», bei der Casting-Show mitzumachen, meint die 23-Jährige zu ihrem Entschluss, ihr Glück bei «Curvy Supermodels» zu versuchen. Sie habe 2017 die 2.Staffel mitverfolgt und sich dann für eine Bewerbung entschieden. Dass es dieses Format gebe, bezeichnet sie als riesiger Fortschritt. Und so eine Möglichkeit bekomme nicht jeder. «Schlussendlich kann ich nichts verlieren», meint sie lachend. Sich beworben hat sie auch aus dem Grund, weil sie andere Frauen mit einem ähnlichen Körpertypus kennenlernen wollte.

Vieles gefällt Havrda an ihr. «Ich finde, dass ich einen schönen kurvigen Körper habe. Ich mag auch meinen Bauch, meine Haare und mein Gesicht. Das einzige, das mir nicht gefällt, sind meine muskulösen Oberarme und die breiten Schultern.» Dafür hat sie bis vor einem Jahr viel trainiert. Bis dahin trainierte sie fünf bis sechs Mal die Woche im Fitnesscenter. Es war fast eine Sucht. «Ich ging, damit ich mehr essen kann.»

Ein Aufenthalt in Russland vor einem Jahr brachte die Wende. Vor kurzem hat sie zum ersten Mal wieder einen Fuss in ein Studio gesetzt. Sie möchte wieder regelmässig trainieren, denn Fitness sei wichtig für den Körper. «Und es fühlt sich auch gut an.» Fit hält sie sich, in dem sie viel zu Fuss unterwegs ist. «Es ist meine Regel, alles unter 40 Minuten Fussweg zu laufen und nicht den öffentlichen Verkehr zu nehmen», sagt Vera Havrda. Zudem nehme sie stets die Treppe statt den Lift.

Essen beschäftigt

«Ich bin glücklich mit meinem Körper», kann sie heute sagen. Es gebe sicherlich Tage, an denen sie sich schöner finde als an anderen. «Aber da geht es uns wohl allen gleich.»

So gut wie jetzt ging es ihr aber nicht immer. Als 13-Jährige entwickelte sie eine Essstörung. «Ich hatte eine atypische Magersucht.» Betroffene sind in diesem Fall nicht unmittelbar vom Verhungern bedroht. Ebenso hoch wie bei magersüchtigen Menschen ist bei ihnen jedoch die psychische Belastung. 

Vera Havrda musste in die Klinik und in psychiatrische Behandlung. «Ich konnte mich einfach nicht akzeptieren, wie ich war. Rückblickend kann ich sagen, dass ich zum Glück nie untergewichtig war.»

Das Essen ist immer noch ein riesiges Thema für die Studentin. Sie werde es wohl immer auf andere Weise sehen als andere, meint sie. Erst seit einem Jahr sieht sie sich als gesund an. «Ich esse nun alles und verbiete mir nichts, weil ich weiss, dass es für mich gefährlich ist.» Gute und schlechte Lebensmittel unterscheidet sie jedoch immer noch automatisch voneinander. 

In ihrer Wahrnehmung hat sich aber einiges verändert. «Ich habe gemerkt, dass ich viel mehr bin als nur meine Hülle.» Havrda spricht von inneren Werten, vom Studium. 

An einer Modeschau lief sie noch nie mit. In der Kartei einer Modelagentur ist sie zu finden, bisher hatte sie einen Auftrag. Die erste Castingrunde für die Show «Curvy Supermodel» hat sie schon mal überstanden. Als eine von über 50 kurvigen Powerfrauen hat sie es in die drei Casting-Shows, die im TV gezeigt werden, geschafft. Ihren Körper präsentiert sie nun am Donnerstagabend im Fernsehen einer Jury. Reicht es für die nächste Runde?

«Curvy Supermodel», ab dem 26. Juli jeweils Donnerstags um 20.15 Uhr auf Uhr RTLII.

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