Luftballons-Aktion
Die Werbeaktion in der Stadt Solothurn hat Konsequenzen

Solothurnerinnen und Solothurner erlebten am Donnerstagmorgen ein grün-violettes Erwachen. In der ganzen Stadt hängte ein Medikamentenhersteller Luftballons auf. Die Stadtpolizei schliesst strafrechtliche Konsequenzen nicht aus.

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Wer die Luftballons installierte ist unklar. Klar ist, dass diese Aktion Konsequenzen haben wird.

Wer die Luftballons installierte ist unklar. Klar ist, dass diese Aktion Konsequenzen haben wird.

Lucien Fluri

Wer am frühen Donnerstagmorgen durch die Stadt Solothurn schlenderte musste sich als erstes durch ein Meer von violetten und grünen Luftballons kämpfen. Die Ballons warben für das Produkt eines Medikamentenherstellers und waren sowohl an der Wengibrücke wie auch am Solothutner Hauptbahnhof und der Kreuzackerbrücke an prominenter Stelle befestigt.

«Von dieser Aktion wussten wir nicht», teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Die Stadtpolizei versuche bereits seit den Morgenstunden mit den Organisatoren Kontakt aufzunehmen, jedoch erfolglos. So mussten die Ballons später durch den Werkhof wie auch durch die Stadtpolizei entfernt werden.

«Massive Geschichte»

«Diese Aktion hat eine Rechnung an die Verantwortlichen zur Folge», erklärt Walter Lüdi, Stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei und zuständig für Sicherheit und Verkehr. Die Geschichte sei gar «so massiv», dass auch strafrechtliche Konsequenzen «nicht ausgeschlossen» seien. Zurzeit seien die Ermittlungen noch im Gang. Somit bleibt wohl diese Werbeaktion nicht ganz ohne Nebenwirkungen. (mru)

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