Für Meier «ein Super-Ergebnis», das nach seiner Einschätzung schwierig zu erreichen oder gar zu toppen ist. Denn neu und definitiv zügelt der Kunst- Supermarkt nach Wanderjahren vom Palais Besenval an den Kronenplatz in die Vorstadt, wo Meier an der Schöngrünstrasse seine neue Rothus Galerie eingerichtet hat. «Wir haben dort sogar mehr Platz als bisher», freut sich der Organisator, «doch dürfte es sicher weniger Laufkundschaft als an der Hauptgasse haben. Dafür sei das Parkhaus Berntor nebenan ein Vorteil, bedauerlich dagegen das sich abzeichnende Ende des Restaurants Volkshaus nebenan.

Noch fast bis am Ende des Kunst- Supermarkts am 7. Januar ist es zwar geöffnet – nicht aber jeweils am Sonntag. «Wir geben auch Café-Bons fürs Restaurant Baseltor ab, damit die Auswärtigen auch die Altstadt besuchen und damit den Ruf des Kunst- Supermarkts als Frequenzbringer für Solothurn bestätigen. Dazu veranstalten wir am 5., 9. und 12. Dezember eigentliche Kunsttage mit Performances und moderierten Führungen. Dann werden auch Künstlerinnen und Künstler anwesend sein.»

Von 99 bis 599 Franken

Zwei Drittel der Kunstschaffenden haben schon Supermarkt-Erfahrung, ein Drittel ist neu in Solothurn. «Insgesamt hatten wir 500 Bewerbungen, rund 200 haben wir näher angeschaut», zeigt Peter Lukas Meier das grosse Interesse an diesem speziellen Kunstevent, der übrigens auch schon bis in Details hinein Nachahmer in Wien oder St. Gallen gefunden hat. Beide seien jedoch erfolglos geblieben, betont Meier mit dem Hinweis auf sein bestehendes Netzwerk in der europäischen Kunstszene. Denn immerhin aus 12 Staaten stammen die Ausstellenden, rund die Hälfte ist Schweizer Herkunft wobei der Zürcher Jörg Siegl offenbar zu den gefragtesten gehört. Nicht gross in Szene setzen sich regionale Kunstschaffende, Namen aus dem Solothurner «Kunst-Kuchen» sind gar keine dabei. Die Preispolitik ist dieselbe geblieben: 99, 199, 399 oder 599 Franken kosten die Bilder, wobei in einer Sonderschau, der zweiten Solothurner Hängung, die beteiligten Künstlerinnen und Künstler grossformatige, teilweise auch teurere Werke zeigen.

Die Menge macht den Umsatz

Immer wieder taucht die Frage nach der Provision des Künstlers an jedem verkauften Bild auf. «Normalerweise sind es 50 Prozent des Verkaufpreises und die andere Hälfte geht an den Galeristen. Dafür muss der Künstler die Prospekte und die Vernissage mitsamt Apéro übernehmen», rechtfertigt Peter Lukas Meier, der diese Kosten selber trägt, die Abgabe von 65 Prozent bei ihm. Damit verdiene der Künstler mehr als sonst, «vor allem macht er über die Menge der verkauften Bilder mehr Umsatz.»

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag
14 bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag: 11 bis 17 Uhr, 24./26./31.Dezember und 2.Januar jeweils 11 bis 16 Uhr. 25. Dezember und 1. Januar geschlossen.