Diesen Sommer könnte die Stadt getreu des bekannten Buchtitels tatsächlich noch ein wenig näher ans Meer rücken. Dafür würden nicht zuletzt 400 Tonnen Quarzsand sorgen, mit denen der Dornacherplatz zum sportlichen und kulturellen Strandareal umfunktioniert werden soll. Hintergrund der geplanten temporären Platzumgestaltung ist der «Beach Style», ein eigentliches «Strandfestival», das vom 15. Juni bis 21. Juli stattfinden soll. Schwerpunkt dieses Projekts des Beach Soccer Clubs Solothurn (BSCS) ist die «Suzuki Swiss Beach Soccer League» (Nati A), die am 30. Juni und 1. Juli die 16 besten Beach-Soccer-Mannschaften (neben acht anderen Orten) auch nach Solothurn holt und sie hier gegeneinander antreten lässt.

Sechs Wochen Rahmenprogramm

Micha Rusterholz, BSCS-Präsident und Initiant, machte damit aus der Not eine Tugend: Da ein Beach-Soccer-Feld in Solothurn fehlt, wird dieses nun halt im Rahmen von «Beach Style» hergerichtet; doch nicht nur für zwei Meisterschaftstage, an denen immerhin mit je 500 Besuchern gerechnet wird. Ein umfassendes Rahmenprogramm über sechs Wochen soll die Stand- und Infrastrukturkosten noch breiter abwälzen. So stellen private Beach Soccer Turniere, Promi- oder Grümpelturniere mit Plauschmannschaften und andere Formate ein weiteres Standbein von «Beach Style» dar. Auch kindsgerechte Anlässe wie ein Training mit Nationalspieler Stephan Meier oder ein Ferienpass-Angebot, sowie Sportstunden für ansässige Schulen sind Bestandteil des Rahmenprogramms.

Doch nicht nur Fussball auf Sand ist ein Thema, sondern auch auf Rasen: Beim geplanten Public Viewing sollen auf LED-Bildschirm die EM-Partien ab Viertelfinal gezeigt werden.

Ein loungemässiger Grill- und Barbetrieb und kleine Konzerte an den Samstagnachmittagen sollen «Beach Style» abrunden. Konzert- oder Partyanlässe an den Abenden seien hingegen keine geplant, wie Rusterholz ankündigt. Ihm zur Seite stehen im übrigen der ganze BSCS, der den Auf- und Abbau betreut, Umberto Monopoli, der für die Anlassorganisation und fürs Personal verantwortlich zeichnet, das Volkshaus fürs Catering und allfälligen «Schärme» bei verregneten Anlässen, Michel von Burg für die finanziellen Belange sowie Harri Kunz in Sachen PR und Sponsoring-Beratung. Gerade in Sachen Sponsoring «sind wir noch am Anfang», deutet Michel von Burg an. Dabei erhofft man sich auch Unterstützung seitens Stadt. Weiter sollen die entstehenden Auslagen vor allem über Gastro-Einnahmen sowie über die Eintritte beim Public Viewing finanziert werden.

Senkrechtstarter BSCS

«Uns ist wichtig, dass wir den Dornacherplatz bespielen können und dem Beach Soccer Club die Möglichkeit bieten, sich zu positionieren», bekräftigt Harri Kunz die Absicht des Veranstalters. Denn wie Umberto Monopoli ergänzt: «Beach Soccer ist keine Randsportart, aber halt in der Schweiz noch nicht so bekannt.» Der Schweizer Verband spricht von 3000 aktiven Spielern, besonders aktive finden sich im 2009 gegründeten BSCS: So spielt der ansässige Club nach einem Senkrechtstart seit vergangenem Jahr selbst in der Nati A. Gerade aber da bei allem Ehrgeiz der Spiel- und Trainingsplatz, sowie das dazu nötige Geld fehlen, will der Verein durch das sportliche «Strandbijou» auf sich aufmerksam machen.