Konzert
Die Stadtmusik auf grosser Weltreise

Auf eine abwechslungsreiche Reise rund um den Globus hat die Stadtmusik Solothurn unter Leitung von Anton Helscher die vielen Konzertbesucher mitgenommen. Durch den Abend führte Rolf Fäs, und als Solist war der Waldhornist Andreas Kamber zu hören.

Mark A. Herzig
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Waldhornist Andreas Kamber sorgte als Solist für einen Höhepunkt.

Waldhornist Andreas Kamber sorgte als Solist für einen Höhepunkt.

Hansjoerg Sahli

Der Höhepunkt auf der musikalischen Weltreise war auch deren südlichster: Cape Horn, eine Komposition von Otto M. Schwarz für Blasorchester und Waldhorn-Solo. Es ist dies ein ausserordentlich anspruchsvolles Stück; wie am Kap Horn von den Seeleuten Klippen und Stürme zu meistern sind, so sind für die Musizierenden etliche Schwierigkeiten in der Partitur verborgen.

Und als Solisten braucht es einen ausgewiesenen Könner wie den Solothurner Andreas Kamber. Wie schon im vorangegangenen Notturno begeisterte er das Publikum.

Start und Ziel in Europa

Start und Ziel der Weltreise lagen in Europa. Angefangen hat sie mit «Transalpinia» von Armin Kofler. Der Titel des Marsches sagt es: Es ist eine musikalische Brücke von Süddeutschland ins rumänische Banat mit musikalischen Elementen von beidseits der Alpen. Zurück kehrte man nach Sizilien mit Dario Bortolatos «Il Pullmann», einem Hörbild italienischen Strassenverkehrs.

Den längsten Weg legten die Musizierenden über Pazifik und Atlantik zurück, mit einem Zwischenhalt bei Ralph Vaughan Williams «Sea Songs», einer Be- oder vielmehr Verarbeitung von Seemannsliedern. Darauf erreichte die Stadtmusik Solothurn die Karibik, um mit Vangelis das Paradies zu erobern – «Conquest of Paradise».

Mit dem Tessiner Komponisten Franco Cesarini landete man im Staat Colorado, der dieser Komposition den Namen gegeben hat; sie beruht auf einem Stammeslied der Arapahoe-Indianer. Auf ging es durch schroffe Berge und weite Ebenen – das alles lässt ein umsichtig geleitetes Blasorchester sein Publikum musikalisch miterleben.

Die Stadtmusik, in Washington angelangt, interpretierte sodann den Soundtrack zu «Air Force One» von Jerry Goldsmith im Arrangement von D. Barry. Es war deutlich zu hören: Goldsmith ist eine der bestimmenden Persönlichkeiten der amerikanischen Filmmusik. Das schwungvolle «Vayamos Companeros» zeigte an, dass die Stadtmusik mittlerweile in Südamerika gelandet war. Sie spielte den Hit der deutschen Band Marquess im Arrangement von Johny Ocean.

Zu Hause in Solothurn

«African Wildlife» von Kees Vlak bedeutete, dass man auf dem Heimweg einen Sprung über den Südatlantik gemacht hatte und Afrika nordwärts bereiste. Auch mit diesem anregenden, vielgestaltigen Werk schlug die Stadtmusik die vielköpfige Zuhörerschar in ihren Bann. Nach mehreren, vom Publikum geforderten Zugaben, kamen die Musizierenden mit dem Solothurnermarsch wieder zu Hause an.

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