Sommer

Die Stadtgrenze stoppte das Interesse am Ferienpass nicht

Die Ferienpass Co-Präsidentinnen Bettina Schönberg und Cornelia Schwaller.

Die Ferienpass Co-Präsidentinnen Bettina Schönberg und Cornelia Schwaller.

Die Sommerferien sind seit einer Woche vorbei. Der Ferienpass Solothurn blickt erfreut zurück.

Einmal mehr klopft sich das zehnköpfige Organisationskomitee des Solothurner Ferienpasses auf die Schultern: Unglaubliche 306 Veranstaltungen wurden diesen Sommer angeboten. Von überall her pilgerten Kinder während den fünf Sommerferienwochen in die Region Solothurn, um jene Veranstaltungen zu besuchen. Bettina Schönberg und Cornelia Schwaller, die sich das Präsidium des Solothurner Ferienpasses teilen, ziehen Bilanz.

Kinder von überall

160 Kursanbieter aus der Region und 829 Kinder nahmen diesen Sommer am Ferienpass teil. Schönberg ergänzt: «Erstaunlich ist das Einzugsgebiet der Kinder. Wir hatten überaus mehr Kinder aus den umliegenden Gemeinden als aus der Stadt selbst. Sogar aus Aeschi, Etziken. Und wie immer waren auch Kinder aus Schweiz und Ausland dabei, die hier in der Umgebung in den Ferien waren.» Die beiden Co-Präsidentinnen sind sich einig, dass der Solothurner Ferienpass auch weiterhin für alle Kinder geöffnet sein sollte. Doch in einigen Gemeinden stossen sie gerade deswegen nicht auf Unterstützung. Kinder aus fremden Gemeinden oder gar anderen Ländern finanziell und mit Räumlichkeiten zu unterstützen, falle nicht allen Gemeinden gleich leicht. Die Veranstalter würden jedoch oft einen grossen Kostenanteil selbst übernehmen. Schleichwerbung hin oder her — es sei immer wieder schön, zu sehen, wie die Veranstalter mit grossem Engagement ihren Beruf oder ihr Hobby den Kindern versuchen zu vermitteln, so Schwaller. Dabei erhalten die Kinder die Möglichkeit, verschiedene Berufsgattungen kennenzulernen.

Reiches Angebot

Ein vielfältiges Angebot ist dem Ferienpass auch dieses Jahr gelungen: Lamatrekking, Spitalbesichtigung, Meditation, Schatzsuche in der Baloise Bank — da beneidet manch ein Erwachsener die Ferienpässler. Besonders beliebt waren Kurse in der Natur und mit Tieren. Eine einzigartige Neuheit sei unter anderem das Lastwagenfahren bei Marti AG — vor allem besucht durch Knaben — gewesen. Die Genderklischees bilden sich also auch im Ferienpass ab, zum Beispiel wird Selbstverteidigung nur für Mädchen angeboten.

Enttäuscht sind die Co-Präsidentinnen, weil man nicht alle Kinder in die gewünschten Kurse einteilen konnte. Daher ein Tipp für das nächste Jahr: Man solle auch nächstes Jahr wieder trotz Absage immer wieder auf die Website schauen, ob nicht Plätze freigeworden sind durch Kinder, die sich wieder abgemeldet haben. Das sei ständig der Fall. Nächstes Jahr feiert der Solothurner Ferienpass sein 40-Jahr-Jubiläum. Nebst dem gewohnten, vielfältigen Angebot plane das ehrenamtliche Organisationskomitee — übrigens nur Frauen — auch Jubiläumsfeierlichkeiten. Für die Ferienpässler gelte es aber wieder den Mai abzuwarten, um fleissig Kurs-Wunschlisten auszufüllen und zu hoffen, einen der heissbeliebten Plätze ergattert zu haben.

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