Egal, ob als Kampfansage gegen Fettpölsterchen, als Gesundheitsprophylaxe, als Zeichen für den Umweltschutz oder schlicht aus gefühlter Zugehörigkeit zur Heimgemeinde: Alljährlich werden im schweizweiten Bewegungsprojekt «schweiz.bewegt» Kalorien verbrannt und in unzähligen Einzelaktionen Bewegungsminuten gesammelt.

Auch Solothurn bewegt sich mit dem Rest des Landes mit – vom 30. April bis 4. Mai, während die schweizweite Aktion bis 10. Mai dauert. Nachdem der Anlass 2009 zuletzt von der Sportkommission lanciert worden war, erlebte er unter der Ägide der CIS-Pächter von BPM Sports im vergangenen Jahr eine Renaissance.

Allerdings wird der sportliche Anlass heuer eher einem Spurt als einem Ausdauerparcours entsprechen. «2013 haben wir die vollen eineinhalb Wochen ausgenützt. Das war zu lange», analysiert Barbara Grädel, Projektleiterin «solothurn.bewegt». «Natürlich haben wir auch mit einer geschätzten Million an Bewegungsminuten ziemlich hoch gegriffen», gibt sie zu. Faktisch haben sich die Solothurner 2013 im Rahmen des Projekts «bloss» während 135 000 Minuten bewegt. Man habe für die Planung 2013 ohnehin keine Vergleichsreferenz gehabt, um Erfolgsfaktoren für Solothurn zu ermitteln.

Städteduell gegen Kriens

Ausserdem fiel «schweiz.bewegt» im vergangenen Jahr terminlich mit den Bike Days zusammen. «Heuer umgehen wir dies und konzentrieren das Programm auf vier Tage», so Grädel weiter. Um es vorwegzunehmen: Geballte Ladung an sportlichem Wetteifer ist für den 3. Mai angesagt: In einem Städteduell tritt Solothurn in den Branchen Verwaltung/technische Betriebe, Blaulichtorganisationen, Gesundheit, Banken/Versicherung und Gewerbe/Handel gegen Kriens an.

«Durch die klare Gliederung schaffen wir Vergleichsmöglichkeiten», erklärt Barbara Grädel. Gezählt werden auch hier die geleisteten Bewegungsminuten – da aber die Kontrahentin Kriens mit 27 000 Einwohnern grösser ist als Solothurn, werden die hiesigen Punkte mit 1,6 multipliziert. «Anlässlich dieses Branchenduells werden wir es krachen lassen», verspricht Grädel schon heute.

Auch online wird man mitfiebern können: Auf der Homepage www.schweizbewegt.ch lassen sich die Erfolge der einzelnen Gemeinden mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung nachverfolgen.

Bereits am Starttag wird der Sportgeist zu spüren sein. Als Botschafter und Schirmherr wird Rollstuhlsportler Heinz Frei amten. Ein Spassmatch zwischen Krienser und Solothurner wird als Warm-up für weitere sportliche Leistungen stattfinden. Feierabendläufe und eine Spielnacht rundet den Reigen an bewegten und bewegenden Anlässen ab. Weiter besteht laut Organisatoren auch die Möglichkeit, Firmenevents unter dem sportlichen Vorzeichen von
«solothurn.bewegt» zu lancieren.

Muskelkraft statt Motoren

Nicht zuletzt können Bewegungsfreudige aber auf eigene Faust Bewegungsminuten sammeln und der Organisation melden. «Voraussetzung ist lediglich, dass sie dabei unmotorisiert unterwegs sind», informiert Barbara Grädel – und, dass sie keine sportlichen Aktivitäten anrechnen lassen, die sie auch ohne «schweiz.bewegt» regelmässig ausüben würden.

Für die Teilnehmer ist eine Rundstrecke definiert, die vom Kreuzackerplatz dem Aareufer entlang ostwärts bis zur roten Fussgänger- und Velobrücke führt und dann nordseitig zurück über die Kreuzackerbrücke zum Ausgangspunkt. Gleichzeitig wird neben der Gewerblich-Industriellen Berufsschule auch die «Spielstadt» des Altes-Spital-Projekts «Platz da!» stationiert sein. «Vorgesehen ist zudem, dass wir dort im Bereich der Infrastrukturen Synergien mit ‹Platz da!› nutzen können», informiert Grädel. Und: Natürlich dürften Besucher der ‹Spielstadt› sich gerne auch den Bewegungseifrigen «von nebenan» anschliessen.