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Die Stadt Solothurn soll eine Million Bewegungsminuten sammeln

Sie haben das Ziel, eine Million Bewegungsminuten zu sammeln: Projektleiterin Barbara Grädel und Micha Rusterholz vom CIS.

Sie haben das Ziel, eine Million Bewegungsminuten zu sammeln: Projektleiterin Barbara Grädel und Micha Rusterholz vom CIS.

Nach mehrjähriger Pause des Projektes schweiz.bewegt soll sich dieses Jahr auch in der Stadt Solothurn wieder einiges bewegen. Das CIS Sportcenter organisiert den Anlass und will eine Million Bewegungsminuten sammeln.

Es war eine herbe Niederlage: Gegen das kleinere Luterbach hat die Stadt Solothurn 2009 das Duell bei schweiz.bewegt verloren. Die Solothurner bewegten sich zu wenig. Seither ward die Stadt beim grössten Schweizer Bewegungsanlass nicht mehr gesehen.

60 Minuten pro Einwohner

Die Stadt als Bewegungsmuffel? Nächste Woche soll das angekratzte Image aufpoliert werden. Eine Million Bewegungsminuten sollen die Solothurner zwischen dem 1. und 8. Mai in der Weststadt sammeln. Dieses Ziel verfolgen jedenfalls Barbara Grädel, Projektleiterin für schweiz.bewegt in Solothurn, und Micha Rusterholz vom CIS Sportcenter. Sie haben gemeinsam mit dem Fitnesscenter Athena schweiz.bewegt in der Stadt wieder aufgegleist. Eine Million Bewegungsminuten: Auf den einzelnen Einwohner gerechnet sind das 60 Minuten, sagt Rusterholz.

Schulen und Vereine mit dabei

Damit der Erfolg greifbar wird, sind Schulen und Vereine an Bord geholt worden. Wie üblich werden die Schulklassen morgens in den CIS-Hallen turnen. Während schweiz.bewegt werden ihnen Kursleiter im CIS allerdings Tennis-, Squash- und Badmintonkurse geben. «Ziel ist es, die Halle auszulasten», sagt Rusterholz. Auch Solothurner Vereine machen mit: Dabei sind etwa der Basketballclub oder die Handballabteilung des TV. Bereits am 1. Mai startet der Anlass mit einem Unihockey-Turnier. «Für die Vereine soll es eine Plattform sein, um neue Mitglieder zu finden», sagt Rusterholz. Stadtpräsident Kurt Fluri eröffnet den Anlass am 1. Mai um 11.11 Uhr im CIS.

Täglich werden die CIS-Hallen ab 17 Uhr für alle geöffnet sein. Der Tennis-, Badminton- und Squashbetrieb läuft im CIS wie gewohnt weiter. Höhepunkt sind am Wochenende tagsüber ein Schwingkurs und eine Einführung des Karateklubs in den Kampfsport.

Herzstück wird der 2,1 Kilometer lange Rundlauf hinter dem Lido sein, wo Walker und Jogger ihre Minuten sammeln können. Wer startet, erhält eine Nummer. Die Zeit wird gemessen und quasi in Echtzeit wird auf dem Internet die Zahl der gesammelten Minuten aufgeschaltet.

Neue Sportachse CIS–Athena

Auch der Athena-Fitnesspark nebenan macht mit. Am 1. Mai gibt es einen Tag der offenen Türe. An den übrigen Werktagen findet jeweils um 17 Uhr ein Gratiskurs statt – von Zumba bis zu Tae-Bo. Das Fitnesscenter hat letztes Jahr bereits an seinem zweiten Standort in Recherswil bei schweiz.bewegt mitgemacht und positive Erfahrungen gesammelt, wie Geschäftsführer Marcel Pesse sagt. Dass es auch um Werbung in eigener Sache geht, verhehlt er nicht. Genauso wichtig sei ihm aber, die Zusammenarbeit mit dem neuen Team im sehr nahe gelegenen CIS zu intensivieren.

Auch im CIS selbst sieht Micha Rusterholz, der seit letztem Herbst dort arbeitet, den Anlass als weiteres Puzzleteil in der Reaktivierung des Sportcenters. «Wir wollen das CIS ins Gespräch bringen», so Rusterholz. Dazu sollen auch Änderungen im Aussenbereich beitragen. Denn die Innenanlagen seien im Winter gut ausgelastet, während es im Sommer noch Luft nach oben gebe. Derzeit werden die Tennisplätze auf Vordermann gebracht, in den nächsten Wochen soll das 600 Tonnen Sand schwere Beach-Soccer-Feld gebaut werden. Und mit der Festwirtschaft von schweiz.bewegt erhält auch das Gastroangebot im CIS wieder Schub. Seit letzten Herbst gab es im CIS keine warme Küche mehr. Nun werden der Grill und die Salate auch nach schweiz.bewegt bleiben.

Ob schweiz.bewegt zum Erfolg wird, hängt letztlich auch vom Wetter ab. «In den letzten Wochen hat es genug geregnet», sagt Rusterholz.

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