2000-Jahr-Jubiläumsfest

Die Stadt Solothurn hat jetzt ihre eigene Briefmarke

Stadtpräsident Kurt Fluri und Urs Schwaller, VR-Präsident der Post, präsentieren die neue Sondermarke.

Stadtpräsident Kurt Fluri und Urs Schwaller, VR-Präsident der Post, präsentieren die neue Sondermarke.

Die Stadt Solothurn feiert dieses Jahr sein 2000-jähriges Bestehen. Diesem Anlass hat die Post eine Sondermarke gewidmet. «Das ist keineswegs selbstverständlich», freute sich Stadtpräsident Kurt Fluri bei der offiziellen Übergabe.

Warum Solothurn jetzt seine 2000-jährige Geschichte zelebriert, das vermittelte Stadtpräsident Kurt Fluri vor einem speziellen Publikum: Philatelisten und die Spitze der Post hatten sich im Rittersaal des Vom Roll Hauses zur feierlichen Übergabe der neuen Sonderbriefmarke «2000 Jahre Stadt Solothurn» eingefunden. «Die Historiker sind sich einig, dass eine erste Siedlung an dieser Stelle im Zeitraum von 15 und 25 n. Chr. bestanden hat.» Deshalb, so der Stadtpräsident, habe es nahegelegen, das 2000-Jahr-Jubiläum in die Mitte dieses Zeitraum, also auf 2020 festzusetzen. Trotz dieses markanten Ereignisses sei es aber «nicht selbstverständlich, dass wir dafür eine eigene Marke erhalten.»

Briefmarken als kleine Kunstwerke in sich

Die Enthüllung der überdimensionierten Sondermarke nahm Fluri zusammen mit Urs Schwaller, Verwaltungsratspräsident der Post, vor. Dieser hielt ein Votum für die oft totgesagte Briefmarke: «Wir spedieren immer noch jährlich 1,3 Milliarden Briefe», und auch die Paketpost boome. «Noch immer haben wir eines der dichtesten Poststellennetze der Welt», verwies der Fribourger auf die 4000 Poststellen und Zugangspunkte landesweit, die man möglichst erhalten wolle. Zum aktuellen Thema erläuterte er: «Die Post gibt jährlich 50 Sondermarken heraus. Briefmarken sind kleine Kunstwerke in sich, sie sind Botschafter, die im Kleinstformat Geschichten erzählen.» Und auf das neueste Prachtsstück verweisend betonte Schwaller den Werbewert des Postzeichens: «Solothurn ist wirklich eine Reise wert.»

Mit Solothurn intensiv auseinander gesetzt hatte sich der aus dem Schwarzbubenlandstammende Grafiker Remo Fringeli. «Im Zentrum stand für mich die St. Ursenkathedrale. Doch sie entspricht auf der Marke nicht der Realität. Es gab so viele Details, die man in diesem Kleinformat gar nicht gesehen hätte.» Auch die «drei Hellsten» auf dem Weissenstein umzusetzen sei eine Herausforderung gewesen. Neben dem rotweissen Schriftzug war für Fringeli die Aare wichtig – in die er symbolisch für die Zahl Elf genausoviele Fische «gebastelt» habe.

Die Auflage bleibt zwei Jahre geheim

Über das «besondere Stück für die Briefmärkeler» freute sich Rolf Leuthard, Zentralpräsident des Verbandes Schweizerischer Philatelisten-Vereine, der immerhin noch 4200 Mitglieder in 100 Vereinen zählt. Wie gross die Auflage der Marke ist, konnte der zuständige Solothurner Post-Marketingmann Kurt Strässle, auch nicht verraten. «Das ist geheim und wird erst in zwei Jahren bekannt gegeben.»

Der Solothurner Philatelistenverein hält am Samstag von 10 bis 15.30 Uhr seine Briefmarkenbörse in der Säulenhalle ab.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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