Solothurn
Die St. Ursenkathedrale steht vor der Wiedereinweihung

Am 4. Januar 2011 richtet der Brandanschlag des verwirrten Oltners Andres Z. verheerende Russschäden im Wahrzeichen Solothurns, der St. Ursen-Kathedrale an. Nun, nach 15 Monaten intensiver Arbeit erstrahlt die Kirche in neuem Glanz.

Wolfgang Wagmann
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Nach dem Brandanschlag wird die Kathedrale am Sonntag eingeweiht.
20 Bilder
Altar: Das «Tuch», das Stein ist.
Abschluss der Renovationsartbeiten St Ursen-Kathedrale Solothurn
Abschluss der Renovationsartbeiten St Ursen-Kathedrale Solothurn
Auch Jesus verschwand hinter schützendem Plastik
Schwarzer Puder auf weissen Engeln
Risse im Stuck wurden zuhauf geflickt
Spannende Einblicke gabs auf dem Gerüst in die Deckenmalereien
Eindrucksvoll waren die Gerüste
Der neue Altar wird in den Chorraum gestossen
Die Restauration brauchte viele Pinselstriche
Sie schufen den neuen Chorraum Doris Wälchli und Ueli Brauen (Architekten), Künstlerin Judith Albert und Gery Hofer
Bild der Verwüstung am 4. Januar 2011
Betroffenheit am 4. Januar bei Domsakristan
Orgelbauer Pierre Barré erklärt, was zu tun ist
Das völlig eingerüstete Kirchenschiff
Nicht einmal vor dem Domschatz machte der Russ Halt
Die Orgel blieb für eineinahlb Jahre stumm
Ein Blick von hoch oben in den Chorraum
Baustelle vor dem Hochaltar

Nach dem Brandanschlag wird die Kathedrale am Sonntag eingeweiht.

Felix Gerber

Wenn sich am kommenden Sonntag der Bischof des Bistums Basel mit dem Klerus um den neuen Altar aus weissem Cararra-Marmor gruppirt, um die Kathedrale wieder einzuweihen, geht fast vergessen, was alles geschehen musste, um diesen feierlichen Moment zu ermöglichen. 3,5 Mio. Franken mussten die Versicherungen aufwenden, um das Kircheninnere mitsamt Altären, Bänken bis hin zur Orgel vom allseits liegenden Russ zu befreien. In diesem Zuge entschloss man sich die in den nächsten Jahren ohnehin anstehende Innen-Restaurierung anzugehen. Auch das kostete nochmals 4,5 Mio. Franken.

Ein neuer Chorraum

Während letzten Sommer die Kathedrale vollständig eingerüstet wurde, um auch die Deckenfresken wieder aufzufrischen, gediehen die Pläne für eine völlige Neugestaltung des Chorraums, dessen Holzaltar ein Raub der Flammen geworden war. Im Dezember wurde dann das Siegerprojekt „L‘ ultima cena", das ssich an das Letzte Abendmahl Leonardo da Vincis anlehnte, zur Umsetzung auserkoren. Nach einer hitzigen Debatte um das 650 000 Franken-Projekt wurde dafür im Februar grünes Licht gegeben.

Nach dem Fest- und Einweihungsgottesdient am Sonntag um 9.30 Uhr findet am Nachmittag um 14.30 Uhr und 17.15 Uhr eine Bildpräsentation zum Verlauf der Renovationsarbeiten statt.