Amtsgerichtspräsidenten-Wahl

Die SP will es mit Herbert Bracher wissen

Herbert Bracher tritt am 9. Februar für die SP gegen Yves Derendinger (FDP) an.

Herbert Bracher tritt am 9. Februar für die SP gegen Yves Derendinger (FDP) an.

Der Solothurner Jurist Herbert Bracher soll für die SP den Sitz des Amtsgerichtspräsidenten von François Scheidegger (FDP) holen, der durch dessen Wechsel ins Grenchner Stadtpräsidium frei wird.

Man war sich in der SP-Amteiparteiversammlung bewusst, dass auf den Herausforderer von Yves Derendinger (FDP), der das Amtsgerichtsparteipräsidium dem Freisinn erhalten will, am 9. Februar 2014 keine einfache Aufgabe wartet.

Umso geschlossener votierten die 21 Genossinnen und Genossen für den 55-jährigen Juristen aus Solothurn. «Wir müssen die Kandidatur von Herbert Bracher mit aller Deutlichkeit unterstützen» forderte etwa Kantons- und Gemeinderätin Franziska Roth (Solothurn).

Auch Remo Bill, Präsident der SP Grenchen sagte aus der Uhrenstadt Support zu, und nur in einem Votum wurde eingeworfen, Fehler wie damals bei der Nichtwahl der SP-Kandidatin Ida Salvetti zu vermeiden. Jedenfalls hatte Amtsparteipräsident Philipp Jenni leichtes Spiel – das Plenum nominierte Bracher ohne Gegenvorschlag im «Adler» einstimmig mit grossem Applaus.

Mensch im Mittelpunkt

«Als Amtsgerichtspräsident steht für mich der Mensch im Mittelpunkt», versprach Herbert Bracher zuvor lösungs- und konsensorientierte Arbeit auf dem allfälligen neuen Posten. Für das Amt bringe er einen breiten Rucksack mit, «so habe ich als Gerichtsschreiber Hunderte von Urteilen geschrieben.»

Seit 2009 als Ersatzrichter des Obergerichts im Einsatz verfügt Bracher als Inhaber eines Advokaturbüros in Solothurn über grosse Erfahrung im Haftpflicht- und Sozialversicherungsrecht. «Im Scheidungsrecht werde ich mich aber rasch einarbeiten», betonte der Kandidat unter Gelächter im Saal – ist Bracher doch geschiedener dreifacher Vater.

Meistgesehen

Artboard 1