Wechsel bei der Suteria
«Die Solothurner Torte bleibt, wie sie ist»

Manfred Suter übergibt die Aktienmehrheit seiner Traditionsfirma an Michael Brüderli und Lukas Koller, bleibt aber Verwaltungsrat.

Andreas Kaufmann
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Lukas Koller (l.) und Michael Brüderli (Mitte) mit Manfred Suter.

Lukas Koller (l.) und Michael Brüderli (Mitte) mit Manfred Suter.

Andreas Kaufmann

Einfach falle ihm die Übergabe nicht, gibt Manfred Suter zu. Noch bevor heuer seine Suteria ihr Vierzigstes und das Aushängeschild Solothurner Torte ihr Hundertstes feiert, übergibt er sein Lebenswerk in jüngere Hände. Die Aktienmehrheit seiner vor über fünf Jahren gegründeten Suteria Chocolata AG mit mittlerweile 70 Mitarbeitenden ging bereits im Dezember an Michael Brüderli und an Lukas Koller über.

Brüderli übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrats, der ausserdem durch Koller und Suter gebildet wird. Es sei für ihn mit Jahrgang 1943 dennoch «höchste Zeit» gewesen, das Geschäft abzugeben, so Suter. «Es beruhigt mich nun, dass im richtigen Moment die richtigen Leute übernehmen.» Ausserdem könne er als Verwaltungsrat weiterhin strategisch mitwirken.

Brüderli ist bereits im vierten Jahr Geschäftsführer und hat vor 20 Jahren die Konditor/Konfiseur-Ausbildung im Haus gemacht. Koller gehört seit rund zehn Jahren zum Team der Suteria. In der neuen Geschäftskonstellation wird Brüderli seine Stärken im Bereich Marketing und Verkauf, Koller in der Produktion ausspielen. Damit greifen die drei auf eine bewährte Zusammenarbeit zurück. «Ich habe von Anfang an freie Hand gehabt», sagt Brüderli rückblickend über den Austausch.

Koller ergänzt: «Unser Vorteil ist, dass wir dieselben Vorstellungen haben und doch unterschiedliche Ideen einbringen. Wir führen stets einen kritischen, lösungsorientierten Dialog.»

Qualität bleibt Devise

«Das Geschäft ist eine schöne Herausforderung, die wir nun übernehmen dürfen – eine mit gutem Ruf in der ganzen Schweiz.» Wobei diese Reputation über die Jahre von Manfred Suter aufgebaut worden sei, «weil für ihn Qualität stets das oberste Gebot war», so Brüderli.

Koller ergänzt: «Wir machen beim Einkauf der Rohstoffe keine Abstriche» – will heissen, dass man auch weiterhin auf Qualitätsrohstoffe, wenn möglich aus der Schweiz und der Region, setzen will. Geht es um den Absatz, so ist auch das Ausland ein Thema, wie beim letztjährig eröffneten Verkaufsladen in China. «Aber auch dieser Markt lässt sich erst bewältigen, wenn hier sonst alle Hausaufgaben gemacht sind.»

Der Handwechsel der AG soll für die Kundschaft indes keine Auswirkungen haben. Die Solothurner Torte bleibe so, wie die Kunden sie sich erwarten. Und auch weiterhin wollen Koller und Brüderli bei der Kreation und Optimierung von Produktion auf «Manfi» Suters «feines Näschen» vertrauen.