Quartierspielplätze
Die Solothurner Spielplätze sind gefragt

Zu den wichtigsten Angeboten für Kinder und Jugendliche gehören nach wie vor die Quartierspielplätze «Güggi», «Tannenweg» und die «Villa 41». Es sind Orte, wo Kämpfe friedlich enden und wichtige Lebenserfahrungen gesammelt werden können.

Katharina Arni-Howald
Drucken
Teilen
Spielplatz «Güggi» während der Frühlingsferien. (Archiv)

Spielplatz «Güggi» während der Frühlingsferien. (Archiv)

Andreas Kaufmann

Es sind aber auch Orte, wo Kinder aus verschiedenen Nationen zusammen treffen. Allein auf dem Quartierspiel-platz «Güggi» begegneten sich im vergangenen Jahr durchschnittlich 59 Primarschüler und Kindergartenkinder aus 28 Nationen, um an freien Nachmittagen und während den Ferienakti-onswochen zusammen zu spielen, zu basteln, theaterzuspielen, zu kochen und Holzhäuser zu bauen.

Auf dem Robi-Spielplatz «Tannenweg» wurden durchschnittlich 35 junge Besucherin-nen und Besucher gezählt, in der «Villa 41» deren 14. Geschätzt wurden auch die im Winterquartal durchgeführten vier Mädchentrefftage, die im Schnitt von 20 Mädchen besucht wurden.

Mädchen bleiben fern

Positives konnte der Leiter des Jugendtreffs am Tannenweg an der Generalversammlung des Vereins Quartier-spielplätze Solothurn berichten. Durchschnittlich 14 Jugendliche hätten dieses Angebot genutzt, wobei die Mädchen dem Treff weiterhin fernblieben. «Unglücklich darüber sind die Jungs nicht», wusste Andreas Teichmann aus Erfahrung.

Die Mütter sind wichtig

Im Schnitt waren 12 Kindercoaches auf den Plätzen. Diese werden in einem aus fünf Arbeitsmodulen bestehenden Kurs regelmässig aus- und weitergebildet und erhalten für ihr Engagement statt Bargeld jeweils einen Gutschein.

Doch die Kindercoaches allein genügen nicht, um nebst den Leitern den anstrengenden Betrieb auf den Plätzen aufrecht zu erhalten. Von unschätzbarem Wert sind auch die Mütter. «Ohne sie wäre es unmöglich, die bisherige Qualität aufrecht zu erhalten», schreibt die langjährige Leiterin des Spielplatzes Tannenweg in ihrem Jahresbericht. Anna-Rita Wyss hat an der Vereinsversammlung ihren Rücktritt bekannt gegeben. Die nicht immer leichte Aufgabe am Tannenweg übernimmt ab 1. Juli Monika Szalai.

Ein geschäftiges Jahr

«Wir können auf ein farbiges, fröhliches aber auch geschäftiges Jahr zu-rück blicken, das von zahlreichen Er-neuerungen bei der Organisation geprägt wurde», gab auch die erfolgreiche Leiterin des «Güggi» und Geschäftsführerin Guda Hess bekannt. Sie freute sich unter anderem über die Teilnahme am städtischen Schulprojekt der 7.-Klässler, das zum Teil auf dem «Güggi» durchgeführt wurde.

Assistenzstelle auf Kurs

Vereinspräsidentin Nadine Walker orientierte die anwesenden Vereinsmitglieder über den Stand der zur Diskus-sion stehenden Assistenzstelle auf dem «Güggi», die bisher vom Armenverein finanziert wurde. «Wir sind einen Schritt weiter gekommen und haben für die Weiterfinanzierung bei den sozialen Diensten einen Antrag gestellt», so Walker. Die 20-Prozent-Stelle hätte bei der Stadt einen finanziellen Mehraufwand von 12 800 Franken zur Folge und muss noch von den politischen Behörden abgesegnet werden.

Die Präsidentin lobte zudem das Team, das die grösseren und kleineren Probleme einmal mehr hervorragend gemeistert habe und freute sich, dass es bei den Finanzen zu keinen Budgetüberschreitungen gekommen ist. Statt der budgetierten und von der Stadt gesprochenen 188'850 Franken wurden nur 179'416 Franken benötigt. Dies unter anderem, weil der Verein 2200 Franken aus der eigenen Kasse beigesteuert hat. Der Gewinn von 251 Franken wurde dem Eigenkapital zugeschlagen, das Ende des Jahres 20 991 Franken betrug.
Die Nachfolge der demissionierenden Kassiererin Barbara Schwenk tritt Petra von Känel an.