Die Zahl der Einsätze lag mit 142 – vier davon in Feldbrunnen bei je zwei Brand- und Elementarschadenereignissen – unter dem Durchschnitt von 178 der vergangenen zehn Jahre. Die 1140 Einsatzstunden lagen jedoch im Mittel, sie hängen jedoch weniger von der Einsatzzahl als von deren Art ab.

Musste man Anfang letzten Jahres mit knapp über 70 Angehörigen der Feuerwehr einen Unterbestand gegenüber dem Plansoll feststellen, so kann heute mit 90 Eingeteilten gar eine kleine Reserve ausgewiesen werden. 49 gehören dem Pikett-, 41 dem Löschzug an. Unter diesen Aktiven zählt die Feuerwehr Solothurn 13 Frauen.

Es gab doch zu tun

Aus den 142 Einsätzen stechen besonders die Brandbekämpfungseinsätze Steinbruch Bargetzi mit drei und derjenige an der Hermesbühlstrasse mit zwei erstellten Druckleitungen hervor. Nicht unerwähnt bleiben sollen die drei Fahrzeug-, die vier Wald- und Flurbrände sowie weitere zehn, welche Abfalleimer, Küchen, Mofas, Grillunterstände, Kamine und weiteres betrafen. Der Schadendienst Ölwehr rückte vier und die Chemiewehr ein Mal aus.

Brandmeldeanlagen lösten 80 Einsätze aus. Gründe dafür waren vergessene Kerzen, staubige Luft oder Dämpfe, Arbeiten von Handwerkern, Mitarbeiter durch falsche Bedienung, technische Ursachen wie defekte Melder oder ein Missgeschick (falsche Taste gedrückt). Weiter wurden zwei Falschmeldungen verzeichnet: ein Knall in der Allmendstrasse, dessen Ursache ungeklärt blieb und ein Brand in der Vorstadt, der sich als Geburtstagsfeier entpuppte.

Was die Feuerwehr kostet

Ohne die Löhne der Festangestellten wurden 507 400 Franken ausgegeben, wobei der Sold mit 210 000, die Fahrzeugbeschaffung mit 95 000 Franken und Ausgaben für Geräte und Ausrüstung mit 70 000 Franken am stärksten ins Gewicht fallen.

Ausbildung macht sich bezahlt

85 Korpsangehörige besuchten an 184 Tagen mehr als 15 verschiedene Kurse. Die Feuerwehr Solothurn legt grossen Wert auf eine gute Ausbildung, für welche die unveränderte, generelle Zielsetzung ebenfalls gilt: rasch, erfolgreich, unfallfrei. Ein Problem bei Einsätzen bilden noch immer enge Quartierstrassen, zu parkiert mit immer breiteren Autos. «Chauffeure, lernt in den Fahrschulen unsere Stadt richtig kennen», forderte Martin Allemann.

Befördert wurden Tobias Baumann zum Gefreiten, Patricia Walser zum Wachtmeister und Niklaus Stuber zum Oberleutnant. Eine Gratulation ging auch an die neuen Korporale Bea Stoll und Rolf Tschudin aus der Verkehrsgruppe der Stadtpolizei: «Die gehören», so Allemann, «auch ein bisschen zu uns». Gefeiert wurde zudem Wachtmeister Christian Wirz für seine 15-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr.

Lob und Dank

«Wir haben unsere wenigen Einsätze rasch und fachgerecht bewältig, keinen Unfall und keinen Materialschaden verursacht und keine Reklamationen erhalten». So rundete der sichtlich zufriedene Kommandant seinen Dank an alle ab, die zum guten Ergebnis beigetragen haben. Dem schloss sich Stadtpräsident Kurt Fluri an, der an keinem Jahresrapport «seiner» Feuerwehr fehlt. «Bevölkerung und Politik schätzen die Leistungen der Feuerwehr, die oft genug in der Freizeit vorbereitet erbracht werden, sehr hoch ein. Und so werden die notwendigen Mittel in aller Regel problemlos bereitgestellt.»