Schanzengraben
Die Schanze in Solothurn erhält ihren dringend benötigten Frühlingsputz

Die St.-Ursen-Bastion ist frisch geputzt. Nach mehreren Monaten Reinigungsarbeiten erstrahlt sie wieder voller Pracht. Zusätzlich hat die «Putzequipe» auch begonnen Leitungen für Strom und Wasser zu legen für Anlässe wie die Heso oder die Bike-Days.

Jasmin Heri
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Das Solothurner Stadtbauamt befreit die Schanzenmauer von Auswüchsen.

Das Solothurner Stadtbauamt befreit die Schanzenmauer von Auswüchsen.

Jasmin Heri

Sie ist frisch geputzt, sodass es einen beinahe blendet - die St.-Ursen-Bastion. «Man muss fast die Sonnenbrille aufsetzten, so hell ist sie», sagt Patrick Schärer, Verantwortlicher der Arbeiten und Solothurner Werkhofchef. Zusätzlich werden Wasser- und Stromleitungen für künftige Anlässe im Graben gelegt. Nachdem die Ecktürmchen bereits letztes Jahr restauriert worden waren, war es höchste Zeit, das Baudenkmal etwas aufzufrischen. Im vergangenen November fiel der Entscheid, jetzt ist das Solothurner Stadtbauamt dabei, die Wälle über dem Schanzengraben wieder zum Strahlen zu bringen. «Seit mehreren Monaten wird die Mauer von Auswüchsen befreit», bestätigt Schärer. Aufgrund der wechselhaften Wetterverhältnisse ziehe sich das Projekt etwas in die Länge, sollte aber diese Woche beendet sein.

Der Graben voll ausgerüstet
Neben einem geputzten Mänteli erhält die Schanze eine weitere neue Installation: «Wir haben diese Woche begonnen, Leitungen für Strom und Wasser im Graben zu legen. Diese werden bei Anlässen wie den Bike Days und der HESO zum Einsatz kommen», erklärt Patrick Schärer. Damit habe man künftig weniger Aufwand: «Bei Anlässen im Graben müssen nicht mehr provisorische Leitungen gelegt werden, sondern man kann diese langfristige Installation nutzen.» Bis Mitte April sollten die Rohre vollständig und funktionstüchtig im Boden versenkt sein.
Aber nicht nur die Wälle der St.-Ursen-Bastion strahlen wieder, sondern bald auch jene des Muttiturms: «Als Nächstes nehmen wir uns den Muttiturm vor», so Schärer, «dort wachsen mittlerweile ganze Bäume raus».

Ausgaben für historisches Antlitz

Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich gesamthaft auf 64 000 Franken, wie Andrea Lenggenhager, Leiterin des Solothurner Stadtbauamts, bestätigt. «Für die Stadt Solothurn ist der Bau von Infrastrukturanlagen im Schanzengraben eine gute Sache», erklärt Lenggenhager, «und die Kosten werden wieder eingenommen, durch Veranstaltungen wie die HESO oder Bike Days, die für die Nutzung des Geländes eine Platzmiete bezahlen.» Der Solothurner Tourismusdirektor, Jürgen Hofer, findet das Ganze eine «gute Sache»: «Es ist wichtig, dass zu den Denkmalen Sorge getragen wird, da die Stadt Solothurn von ihrem historischen Stadtbild lebt.» Dazu gehöre auch die St.-Ursen-Bastion.

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