Rechnung 2012
Die Regio Energie Solothurn hat im letzten Jahr gut gearbeitet

Die Rechnung 2012 der Regio Energie Solothurn fällt leicht besser aus als im Vorjahr. Der Bruttogewinn liegt bei 36,5 Millionen Franken, das Jahresergebnis beläuft sich auf knapp 4,7 Millionen.

Wolfgang Wagmann
Drucken
Teilen
Die Regio Energie Solothurn legte 2012 bei den Investitionen den Schwerpunkt auf das Fernwärmenetz.

Die Regio Energie Solothurn legte 2012 bei den Investitionen den Schwerpunkt auf das Fernwärmenetz.

Felix Gerber

Der Gemeinderat Solothurn wird am nächsten Dienstag über die Rechnungsabschlüsse der Stadt Solothurn und der Regio Energie Solothurn befinden. Die Rechnung der Stadt schloss bekanntlich mit einem Ertragsüberschuss von 2 Mio. statt einem budgetierten Defizit von 1 Mio. Franken ab. «Die Regio Energie Solothurn hat ein erfreuliches Geschäftsjahr hinter sich. Das Ergebnis liegt gegenüber dem Vorjahr auf einem leicht höheren Niveau», kommentiert auch Direktor Felix Strässle im Geschäftsbericht des Energieversorgers die positiven Zahlen 2012.

So übertraf der Netto-Verkaufserlös diesmal die 100-Mio-Grenze, was sich in einem um rund 2,5 Mio. höheren Bruttogewinn von 36,5 Mio. Franken niederschlug. Das Jahresergebnis belief sich nach der Ablieferung von 1,754 Mio. an die Stadtkasse auf noch 4,687 Mio. Franken. Die getätigten Investitionen von 9,8 Mio. Franken übersteigen die Abschreibungen und sind im Rahmen des Vorjahres. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Fernwärmenetz.

Mehr Strom, weniger Gas geliefert

Das Fernwärmenetz erstreckt sich inzwischen auf 15 Kilometern Länge - letztes Jahr wurden sechs zusätzliche Stadtquartiere erschlossen und 33 neue Hausanschlüsse realisiert. Das führte zu einer Steigerung des Wärmebezugs um 42 Prozent auf 42 Gigawattstunden. Das Hauptgeschäft, der Strom- und Gasverkauf, entwickelte sich jedoch in gegenläufiger Richtung: Der Stromabsatz stieg um 500 000 Kilowattstunden oder 0,7 Prozent.

Als «erfreulich» wertet die Geschäftsleitung die Tatsache, dass die Kundenzahl bei den Ökostrom-Produkten um 38 Prozent von 256 auf 354 gestiegen ist, die 30 Prozent mehr Strom oder 920 statt noch 710 Megawattstunden im Vorjahr bezogen haben. Obwohl im «härter werdenden» Gasgeschäft 167 neue Erdgaskunden gewonnen werden konnten, fiel der Gasabsatz über alle Segmente gesehen um 17,5 Prozent auf noch 1064 Gigawattstunden - zurückzuführen auf den Wegfall des Grosskunden Sappi in Biberist.

Da die Bevölkerung des Stadtgebiets laufend zunimmt, konnte das Wasserwerk erstmals mehr als 3 Mio. Kubikmeter Wasser liefern. Wichtig war im Vorjahr auch die Gründung des Wasserverbunds Region Solothurn AG, an dem sich bisher Solothurn und Zuchwil beteiligen.

Aktuelle Nachrichten