Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger betonte eingangs der Debatte, dass die Rechnung nicht nur akzeptabel, sondern gut sei, zumal 2018 ein Übergangsjahr gewesen sei und einige Bereiche Bedenken bereiteten. Unter Berücksichtigung des Defizits des Altersheims von 114'000 Franken, wurde aus dem Minus von 450'000 Franken ein Plus von 113'000 Franken, was zuletzt einer Gesamtverbesserung von 568'000 Franken entspricht.

Sturm nicht im Budget

Aus dem Kommentar von Finanzverwalter Claude Tschanz seien hier einige Details genannt: Die grösste positive Abweichung gegenüber dem Budget weist die Forstrechnung mit 612'000 Franken aus. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf den Sturm Burglind, der ja nicht hatte budgetiert werden können. Der hohe Anfall von Sturmholz sorgte für Mehrverkäufe und damit höhere Erträge. Burglind sowie der schneereiche Winter führten zu mehr Aufträgen bei Schneeräumung und Beseitigung von Sturmschäden Dritter.

Besser abgeschlossen als budgetiert haben im weiteren auch die Bürgerrechnung um 51'000 Franken, die Einsiedelei um 24'500 Franken durch tiefere Sanierungskosten für die Brücke vor der Klause und höhere Erträge aus der Vermietung der Martinskapelle, dann aber auch die Kulturförderung um 7500 Franken, da der Bürgertag bedeutend geringere Kosten verursacht hatte.

In der Rechnung des Alters- und Pflegheimes fällt der Aufwandüberschuss von 114'000 Franken auf, er liegt damit 40'000 Franken über demBudget. Die Ursache ist in erhöhten Personalaufwänden zu finden, welche durch Einsparungen im Sachaufwand und Mehreinnahmen nicht vollständig ausgeglichen werden konnten.

Brücke und Bar

Die Bürgergemeinde hat im vergangenen Jahr fast 5 Mio. Franken investiert. Sämtliche Kosten konnten aus den flüssigen Mitteln beglichen werden, es musste also kein Fremdkapital aufgenommen werden. Die Brückensanierung über den Verenabach für 80'000 Franken kann erst jetzt begonnen werden, in die neue Bar Dock im Bürgerhaus wurden ebenfalls 87'000 Franken investiert. Weiter fallen auf die Investitionen in den Wohnblock in der Spitzallmend von 3 Mio. Franken, die Holzschnitzelheizung Weissenstein für 1,5 Mio. Franken sowie die Erschliessungs- und Erstellungskosten in der Familiensiedlung Brunnmatt von nahezu 3 Mio. Franken.

Vorfinanzierung gebildet

Die Forstkommission schlug dem Bürgerrat vor, die in der Bestandesrechnung enthaltenen Objekte des Forsts (Hochbauten, Maschinen, Mobilien, Fahrzeuge) auf je einen Franken abzuschreiben und im weiteren eine Vorfinanzierung von 160'000 Franken für kommende Investitionen zu bilden. Folgende Erwägungen wurden zu den Anträgen laut: Angesichts bevorstehender Investitionen sowie der ungewissen Holzmarktentwicklung ist es für den Forstbetrieb wichtig, Fixkosten wie etwa Abschreibungen zu minimieren. Es ist für die Bürgergemeinde zudem von Vorteil, dass auf Einführung des neuen Rechnungsmodells HRM 2 hin möglichst sämtliches Verwaltungsvermögen abgeschrieben wird. Der Bürgerrat folgte diesen Überlegungen und hiess den Antrag der Forstkommission gut.

Der Bürgerrat verabschiedete zudem noch drei Bürgerrechtsgesuche zu Handen der Bürgerversammlung vom 24. Juni. Es handelt sich um die Gesuche von Deborah Devananth, Meron Tesfai und Aleksander Pervorfi.