Solothurn
Die Rechnung 2015 freut den Bürgerrat

Rund 440‘000 Franken besser als budgetiert schliesst die Rechnung 2015 von Verwaltung und Forstbetrieb der Bürgergemeinde Solothurn ab.

Mark A. Herzig
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Die Rechnung von Verwaltung und Forstbetrieb der Bürgergemeinde Solothurn schliesst mit einem Plus von fast 29'000 Franken ab.

Die Rechnung von Verwaltung und Forstbetrieb der Bürgergemeinde Solothurn schliesst mit einem Plus von fast 29'000 Franken ab.

Wolfgang Wagmann

Nimmt man das Ergebnis der Altersheimrechnung dazu, bleiben immer noch nahezu 390‘000 Franken Verbesserung, so dass statt des budgetierten Defizites von 358‘000 Franken ein Ertragsüberschuss von fast 29‘000 Franken resultiert. «Das ist zwar nicht viel Gewinn, aber eine grosse positive Abweichung, die auch weiterhin verhaltenen Optimismus erlaubt», leitete Präsident Sergio Wyniger die Sitzung des Bürgerrates ein, nicht ohne allen Beteiligten bestens zu danken.

Finanzverwalter Claude Tschanz wies in seinem Kommentar darauf hin, dass die Verwaltungs- und auch die Forstrechnung deutlich besser abgeschlossen haben als budgetiert - der Ertragsüberschuss beträgt rund 69‘000 Franken.

Das Konto «Altersheim Verschiedenes» schliesst mit einem Ertrag von 76‘000 Franken um 12‘000 Franken besser als budgetiert ab, die Betriebsrechnung bei einem Mehraufwand von 117‘000 Franken um 70‘000 Franken schlechter.

Viele Faktoren bestimmen das Resultat

In der Verwaltungsrechnung (enthaltend auch den Forst) sticht hervor: Der Kredit für kulturelle Aufgaben wurde nicht ausgeschöpft, in der Einsiedelei fielen gegenüber Budget höhere Personalkosten an und die Erträge konnten nicht entsprechend gesteigert werden, zudem verursachte die Überschwemmung im Frühjahr hohe Instand­stellungskosten.

Die Domänenrechnung schloss mit einem um 122‘000 Franken besseren Ertragsüberschuss als prognostiziert. «Dabei fällt auf, dass die Abweichungen in den einzelnen Teilrechnungen zum Teil beträchtlich sind. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass nur wenige Faktoren für die grössten Abweichungen verantwortlich sind», so Claude Tschanz. So konnten zwei Wohnungen zeitweise nicht vermietet werden, die eine wegen konkursamtlicher Versiegelung und nachfolgender Renovation, und bei der anderen scheint die Küche nicht mehr den allerneusten Standards zu entsprechen.

Im Forst, so bestätigte Betriebsleiter Gian-Andrea Lombris, resultierten Mehrerträge aus Arbeiten für Dritte und durch die von Sturmschäden bedingte Mehrnutzung. Dazu kommt, dass ein eigentlich vorgesehener Forstwart noch nicht eingestellt ist und dass unbezahlte Urlaube ebenfalls zur erfreulichen Rechnung beigetragen haben.

Die Betriebsrechnung des Altersheims zeigt, laut Heimleiter Pascal Vonaesch bei nahezu voller Auslastung beider Häuser, einen Aufwandüberschuss, der fast 70‘000 Franken über dem erwarteten Fehlbetrag von 47‘000 Franken liegt. Die Differenz ist hauptsächlich bei den Personalkosten zu suchen, wo Mehrkosten durch Schwangerschaften und Geburten sowie unfall- und krankheitsbedingte Abwesenheiten entstanden.

Die Spitalstiftung (Rebgut) erzeigte mit einem Defizit von 30‘500 Franken eine Verbessrung um 50 Prozent gegenüber dem Voranschlag. Diese Rechnung ist vom Bürgerrat, dessen ordentliche Mitglieder den Stiftungsrat bilden, separat behandelt worden.

Den Zwischenbericht von Jeannette Hansen betreffend ihre Archivierungsarbeiten nahm der Bürgerrat mit Anerkennung entgegen. Ihm lagen ferner acht Bürgerrechtsgesuche vor, die er alle - wie die Rechnungen - einstimmig zu Handen der Bürgerversammlung vom 27. Juni verabschiedete. Es betrifft dies: Jaliniy Jerad Selvara­jah; Jenusia Jerad Selvarajah; Carsten Thürk; Thanuga Sarvanathan; Thaniga Sarvanathan; Thomas Ernst; Birgit Schuback; Martin Graf. Zudem wurde das Ausbürgerungsgesuch von Alexandra Matusz bewilligt.

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