Generalversammlung
Die Raiffeisenbank Solothurn befindet sich im steten Aufwind

Ein Gewinn über 280000 Franken und eine Steigerung der Kundengelder um zwei Prozent: Dies machte es den über 800 Mitgliedern an der Generalversammlung leicht, der Verzinsung der Anteilscheine mit sechs Prozent einhellig zuzustimmen.

Mark A. Herzig
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Raiffeisenbank Solothurn an der Kronengasse. om

Raiffeisenbank Solothurn an der Kronengasse. om

Ihren Geschäftsbericht eröffneten Verwaltungsratspräsident Matthias Miescher und Giancarlo Grifone, Vorsitzender der Bankleitung ad interim, mit dem Hinweis, dass schweizweit die Raiffeisengruppe mit 3,7 Mio. Kunden die drittgrösste Bank ist. Sie führen dies zurück auf die Leitideen Vertrauen, Unternehmertum, Nachhaltigkeit und vor allem Nähe. Umrahmt wurde der statutarische Teil des «Familientreffens» von der Jugendmusik Solothurn, während den zweiten, «gemütlichen» Teil der Generalversammlung Peter Müller alias Elvis Presley auflockerte.

Starkes Hypothekargeschäft

Die Raiffeisenbank Solothurn konnte ihre führende Position im Hypothekargeschäft behaupten. Wobei die Qualität dieses Portfolios nach wie vor ausgezeichnet sei, betont der vorliegende Geschäftsbericht; dies beruhe auf strengen Bonitätsprüfungen und sorgfältiger Einschätzung von Risiken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft trägt 84 Prozent zum Betriebsertrag bei, weist dabei allerdings einen Rückgang um ein Prozent auf.

Das tiefe Zinsniveau und die schmalen Margen würden die Bank herausfordern, die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft weiter zu reduzieren und die Erträge zu diversifizieren, war zu vernehmen. So wolle man Kompetenz und Angebot insbesondere im Anlagegeschäft weiter ausbauen. Die Kundengelder wuchsen um zwei Prozent.

Weniger Personalaufwand

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist durch die strategische Diversifizierung der Erträge in allen Bereichen ge-wachsen. Dazu gehören aber auch die gezielte Investition in die Weiterbildung der Mitarbeitenden und ein greifendes Kostenmanagement sowie die strikte Kundenorientierung, wie Bankleiter Grifone betonte. Die Raiffeisenbank hat ferner die Kostenstruktur analysiert und Einsparmöglichkeiten realisiert. Dadurch resultiert ein um fünf Prozent tieferer Geschäftsaufwand, stammend aus dem um sechs Prozent verringerten Personal- und dem um drei Prozent kleineren Sachaufwand.

Dies alles habe zum erfreulichen Jahresabschluss geführt, unterstrichen Verwaltungsratspräsident und Bankleiter: Bei einem Betriebsertrag von 7,75 Mio. Franken ergibt sich ein Gewinn von 280 000 Franken, die Bilanzsumme beträgt 509 Mio. Franken.

Der Geschäftsbericht der Raiffeisenbank Solothurn zeigt im Anhang interessante, vielsagende Angaben zur Struktur und Tä-tigkeit des Unternehmens. Das Geldinstitut zählt derzeit 7373 Mitglieder. Es entstand 1932 und fusionierte 1998 mit Feldbrunnen, 1999 mit Riedholz und 2007 mit Flumenthal-Günsberg. Es beschäftigte am Jahresende 29 Mitarbeitende (24,8 Vollzeitstellen), drei Personen befanden sich in Ausbildung.