Fusion
Die Pfadi bekommt Zuwachs, wird aber um eine Abteilung ärmer

Um den Kindern mehr bieten zu können, wird heute aus zwei Solothurner Pfadi-Abteilungen eine. Mit der Fusion soll das Programm der Pfadi vielfältiger werden.

Lea Schreier
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Um den Kindern mehr bieten zu können, schliessen sich die beiden Solothurner Abteilungen «Pfadi Weissenstein Solothurn» und «Pfadi Abteilung Stadt Solothurn (PASS)» zusammen.
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Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
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Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
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Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn
Pfadi-Fusion Wessenstein Solothurn und Stadt Solothurn

Um den Kindern mehr bieten zu können, schliessen sich die beiden Solothurner Abteilungen «Pfadi Weissenstein Solothurn» und «Pfadi Abteilung Stadt Solothurn (PASS)» zusammen.

Hansjörg Sahli

Samstagnachmittag, eine Horde ausgelassen spielender Kinder, animiert von ein paar jugendlichen Leitern. Das Bild, das sich auch an diesem Tag bei den Pfadiheimen in St. Niklaus zeigt, ist normaler Pfadialltag. Und doch ist etwas speziell.

Zum letzten Mal tragen die Kinder unterschiedliche Pfadikrawatten, welche die Zugehörigkeit zur jeweiligen Abteilung symbolisieren.

Denn dies ist der letzte Pfadinachmittag vor dem Zusammenschluss der beiden Abteilungen «Pfadi Weissenstein Solothurn» und «Pfadi Abteilung Stadt Solothurn (PASS)» zum neuen Verein «Pfadi Stadt Solothurn». Dieser wird heute mit einer Generalversammlung offiziell gegründet und umfasst dann 110 aktive Mitglieder aus Solothurn und Umgebung.

Fehlender Nachwuchs

Mit der Fusion folgen die Stadt-Pfader dem Beispiel einiger ihrer Verbandskollegen aus dem Kanton, die aufgrund von Mitgliederschwund ebenfalls Abteilungen zusammengelegt haben. Auch in Solothurn habe während einigen Jahren der Nachwuchs gefehlt, erklärt Lina Fluri, Abteilungsleiterin der Pfadi Weissenstein.

Mit dem Zusammenschluss könnten sich die beiden Abteilungen gegenseitig Jahrgangslücken und Engpässe bei den Leitern auffüllen. «Dementsprechend haben wir nun mehr Kinder, ein grösseres Leiterteam und somit mehr Kapazitäten, den Kindern ein vielfältigeres Programm zu bieten.»

Fluri betont jedoch, dass ihre Pfadi auch alleine hätte weiter bestehen können. «Im Moment haben wir wieder mehr Zuwachs.» Da die beiden Abteilungen aber bei grösseren Aktivitäten wie dem Unterhaltungsabend oder den Sommerlagern bereits zusammengearbeitet hätten, sei ein Zusammenschluss naheliegend gewesen, so Fluri.

Auch wurden die «Wölfli», die kleinsten Pfadimitglieder, seit mehreren Jahren gemeinsam geführt. «Nun müssen sich die Wölfli beim Übertritt in die Pfadistufe nicht mehr für eine der beiden separaten Abteilungen entscheiden», erläutert Marco Ghilardelli, Abteilungsleiter der PASS.

Ab jetzt auch mit Jungs

Die grösste Veränderung bringt die Fusion für die Pfadi Weissenstein, die bis anhin noch die einzige reine Mädchenpfadi im ganzen Kanton gebildet hatte. Durch den Zusammenschluss mit der geschlechtergemischten Abteilung PASS werden die Mädchen künftig nicht mehr unter sich bleiben.

«Einmal im Monat gibt es in Zukunft aber trotzdem noch den Mädchenstamm, wo wir ein anderes Programm als die Buben haben», erklärt die 13-jährige Pfadfinderin Sophie Arber. «Das finde ich gut.» Und ihre Freundin Paula Rudolf meint: «Wir kennen die anderen Kinder und Leiter ja bereits von den Lagern, deshalb ändert sich nicht so viel für uns.»

Dem Leiterteam war es jedoch ein Anliegen, die Kinder in den Prozess der Fusion einzubeziehen. «Zusammen mit den Kindern haben wir Workshops zum neuen Namen, dem Logo und der Krawatte durchgeführt», erklärt Marco Ghilardelli.

Neues und Altbewährtes

Obwohl die grosse Anzahl Kinder die Leiter vor einige organisatorische Herausforderungen stellt, schätzen sie den frischen Wind, den der Zusammenschluss bringt.

«Wir haben viele Gewohnheiten überdacht und so ist Neues entstanden», sagt Ghilardelli. Gerade als traditionelle Organisation, die schon lange bestehe, sei es wichtig, sich weiterzuentwickeln. «Die Pfadi wird aber nie veraltet sein», fügt Fluri an, «da ihre Grundsätze zeitlos sind».

Zu diesen zählen die beiden langjährigen Pfadileiter Spiel und Spass in der Natur, aber auch, dass die Kinder lernen, sorgsam mit der Umwelt umzugehen und Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Die junge Pfadfinderin Sophie schätzt diese Erfahrungen und sagt: «Das Beste und Wichtigste an der Pfadi ist, dass wir so viel zusammen unternehmen und erleben.»