Neu vergeben
Die neuen Restaurants sind zwei Sturmerprobte im HESO-Orkan

Zwei Lokale an der HESO wurden auf dieses Jahr frei. Den Zuschlag haben die Emmenpark AG und das «Centro» aus Gerlafingen erhalten. Die beiden neuen Player haben sich gut integriert.

Wolfgang Wagmann
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Die zwei HESO-Restaurants «Centro» und Emmenpark AG

Die zwei HESO-Restaurants «Centro» und Emmenpark AG

bar

«Der Platz hier ist sehr gut», blickt Markus Balsiger in die Runde. «Wir konnten am Wochenende die 110 Plätze sieben bis acht Mal umschlagen.» Der Chef der Emmenpark AG steht selbst in der Küche und versucht, mit «13 bis 14 Leuten insgesamt» dem HESO-Ansturm Herr zu werden. Doch bereut er nicht, dass er sich vor einem Jahr beworben, und aus insgesamt zehn Bewerbern eines der zwei frei werdenden Lokale erhalten hat. «Ich meldete mich auf die Ausschreibung des HESO-Oks hin, das mich aber noch zusätzlich speziell angeschrieben hatte.»

Dabei habe er sein Konzept mit allen Abläufen und einen «kleinen Businessplan» präsentiert, der nun voll aufzugehen scheint. Wichtig sei ein funktionierender Service, und dass das Beschicken mit den Speisen und Getränken funktioniere. Besonders gut laufe auch das Geschäft nach 21 Uhr, wenn die HESO-Stände schliessen, «dann verkaufen wir noch sehr viel Essen und bis nach Mitternacht läuft der Barbetrieb», freut sich Balsiger, dass er seinen Betrieb bis 0.30 Uhr offen halten darf.

Ab in die Thai-Massage

Am gefragtesten sei der «Saure Mocken», aber auch das Entrecôte, so die Erfahrung von Markus Balsiger. Dagegen habe die extra von Region Olten Tourismus kreierte «Oltner Wurst», eine etwas dunklere, würzige Weisswurst, noch Nachfrage-Potenzial – eine Kreation vom Typ Bratwurst war wegen der langjährigen Metzger-Konkurrenz nebenan nicht möglich gewesen.

Wichtig ist für Balsiger aber auch, dass er das Stammgeschäft und das Catering in guten Händen weiss – total zählt seine Crew 60 Personen. «Letztes Jahr lief zur HESO-Zeit im Catering fast nichts, dieses Jahr haben wir das pure Gegenteil.

Viele Gesellschaften – und geheiratet wird auch noch.» Wichtig sei, dass vieles für die HESO im Stammbetrieb vorbereitet werden könne. «So haben wir 2000 fertige Bohnenpäckli mitgebracht.» Grossen Wert legt der neue HESO-Wirt auch auf die Innenausstattung mit gemieteten, aber originellen Kronleuchtern. Das Personal allerdings muss Höchstleistungen erbringen, meist vom Mittag bis Mitternacht. Dafür erhält die Crew ein spezielles Geschenk: «Alle dürfen zweimal diese Woche in eine Thai-Massage.»

Etwas wenig Platz in der Küche

Der Zweite, der den Zuschlag für einen freien HESO-Betrieb erhalten hat, ist ein alter Bekannter: Michele Grassi, schon seit 20 Jahren auf dem «Centro» in Gerlafingen. Gewisse Neidkommentare aus der Stadtsolothurner Gastro-Szene habe es gegeben, umso mehr spornt dies Grassi an, mit seinem italienischen Konzept «Qualität und nochmals Qualität» zu bieten. Für seine 180 Plätze im Restaurant setzt er deshalb 11 bis 14 Leute ein, «wobei in der Küche mehr als fünf Personen einfach nicht Platz haben», räumt der Italiener der dritten Generation etwas knappe Raumverhältnisse im Back-Office ein.

«Nächstes Jahr schauen wir, dass ein Kühlwagen platziert werden kann. Denn die Kühlschränke nehmen sehr viel Platz weg.» Für Michele Grassi muss die Bedienung stimmen, «wir zeihen alle am gleichen Strick. Und wenn es eine Reklamation gibt, nehmen wir die Ernst», verrät er sein Rezept, mit dem er im «Centro» auch im Umgang mit den dortigen Vereinen stets gut gefahren sei. So ist Grassi auch eine Kooperation mit dem FC Basel eingegangen, der regelmässig seine Nachwuchsteams im «Centro» verpflegt.

Pasta und Antipasti

Auch dieser neue HESO-Wirt ist überrascht, wie gut das Geschäft vor dem Baseltor läuft. «Am gefragtesten ist unsere Pasta, Bolognese, aber auch unsere spezielle HESO-Pasta mit Salsicce.» Daneben führt Grassi Antipasti in seinem Angebot, und wenn der Ansturm auf die Plätze wie schon gehabt zu Wartezeiten führt, gibts auch ein Glas Bianco und einige Häppchen am Stehtisch. «Denn», so der sturmerprobte «Centro»-Chef, «Lösungen finden wir immer.»

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