Längere Öffnungszeiten

Die Kulturfabrik Kofmehl darf bis 3 Uhr offen sein

Etappensieg für die Kulturfabrik Solothurn: Das Verwaltungsgericht hat die frühere Öffnungszeit bis 3 Uhr morgens bestätigt. Letzte Saison musste der Jugendtreffpunkt jeweils um 2 Uhr schliessen.

Im jahrelangen Ringen um die Öffnungszeiten hat die Kulturfabrik Kofmehl gepunktet: Das Verwaltungsgericht heisst die ursprüngliche Öffnungszeit von 3 Uhr gut und realtiviert damit vorherige Entscheide der städtischen Baukommission und des kantonalen Justiz- und Baudepartements. Allerdings muss die Kulturfabrik Kofmehl als Auflage ihr Betriebskonzept anpassen und die bereits geplante Lärmschutzwand errichten.

Das Team der Kulturfabrik Kofmehl Solothurn und die Stiftung zur Förderung der Jugendkultur im Kanton Solothurn zeigen sich äusserst erfreut über den heutigen Entscheid des Verwaltungsgerichts, wie sie am Dienstag mitteilen. Das Baugesuch für die verfügte Lärmschutzwand sei bereits im Vorjahr eingereicht worden und die Wand wird innerhalb der auferlegten Frist gebaut.

Augenschein hat offenbar die Lärmeinschätzungen relativiert

Das Verwaltungsgericht hatte zur Entscheidfindung einen Augenschein angeordnet, der offenbar die bisherigen Lärmeinschätzungen relativiert hatte. Gegen die Kulturfabrik prozessieren zwei Anwohnerparteien seit Jahren und verlangten gar eine Schliessung jeweils um Mintternacht.

Urteil kann noch weitergezogen werden

Das jetzige Urteil kann noch ans Bundesgericht weitergezogen werden. Der zweitinstanzliche Entscheid auf 2 Uhr hatte heftige Reaktionen unter der Solothurner Jugend und eine 600-köpfige Demo in der Altstadt hervorgerufen. Duplizität der Ereignisse: Gestern vergab die Jugendkommission der Stadt Solothurn ihren jährlichen Projektpreis an die Kulturfabrik, die rund 200 Jugendlichen eine sinnvolle Freizeit-Beschäftigung bietet.

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