Solothurn

Die Konkurrenz gleich gegenüber schadete dem «Kunstsupermarkt» nicht

Peter-Lukas Meier. ARchiv/BAR

Peter-Lukas Meier. ARchiv/BAR

«Kunstsupermarkt»-Initiant Peter-Lukas Meier weiss nach der 13. Durchführung der Verkaufsausstellung von ungeschmälert positiven Umsatz- sowie Besucherzahlen zu berichten – trotz des neuen Kontrahenten über die Strasse.

Achteinhalb Wochen lang wurde in der «Rothus»-Halle an der Berntorstrasse geschmökert, gestaunt und letztlich auch gekauft. Am vergangenen Sonntag ging die 13. Ausgabe des «Kunstsupermarkts» zu Ende. Von insgesamt 6500 Bildern aus der Feder, respektive aus dem Pinsel von 81 Kunstschaffenden gingen über 3000 über den Ladentisch: «Damit haben wir die Vorjahresmenge übertroffen», schätzt Peter-Lukas Meier, der zusammen mit seinem Team den Anlass traditionsgemäss durchführt. Ausgehend von der Faustregel, dass jeder zehnte Besucher auch zum Käufer wird, darf somit von über 30000 Interessierten ausgegangen werden.

Zulauf in der Altjahrwoche

«Diesmal zogen eher die Bilder zu niedrigeren Preisen, dafür verkauften wir von diesen einige mehr.» Somit dürfte sich der Erfolg umsatzmässig gegenüber dem Vorjahr in etwa die Waage halten. Auch wenn sich wie immer gerade am Eröffnungstag am 9. November 2012 wieder ein stattlicher Ansturm an Interessierten an der Scheibe der «Rothus»-Halle die Nase platt drückten, habe sich der Besucherstrom über die ganze Zeit verhältnismässig gut verteilt, findet Meier: «Verkauft haben wir jeden Tag mindestens was.»

Konkurrenz belebte die Vorstadt

Eine gesamthaft positive Bilanz also, die trotz (oder vielleicht gerade wegen) der neuen Konkurrenz gleich vis-à-vis zustande kam. Im Volkshaus nämlich hatte der Zuchwiler Grafiker Roland Wittwer «Kunst findet Stadt» lanciert, eine Verkaufsausstellung, die sich aber in Abgrenzung zu Meiers «Kunstsupermarkt» bei seinem «Sortiment» eher auf regionale Kunstschaffende abstützte. Der Kontrahent, dessen Auftreten Meier anfänglich mit Befremden zur Kenntnis nahm, hatte aber aus seiner Sicht kaum einen Einfluss aufs Geschäft: «Wir haben selbst nichts gespürt von der Konkurrenzsituation – weder positiv noch negativ.»

Fehlt dem «Flohmarkt» Frischware?

Doch auch wenn viele treue «Kunstsupermarkt»-Kunden der Neugierde halber auch bei Wittwer reinschauten, weiss Meier nur von wenigen – einer davon ist er selbst –, die sich bei «Kunst findet Stadt» ein Bild gegönnt haben. Und Roland Wittwer selbst gestand sich ein, dass die Premiere seiner Veranstaltung «finanziell betrachtet eine Nullrunde» gewesen sei (wir berichteten).

Nach Peter-Lukas Meiers Einschätzung habe die Konkurrenzveranstaltung gewisse Züge eines «Flohmarkts» gehabt. Gerade jene arrivierten Künstler, deren Namen Besucher anlocken sollten, haben aus seiner Sicht vor allem ihre Ateliers geräumt und alte, noch unverkaufte Werke ins Angebot von «Kunst findet Stadt» eingebracht. «Das würden wir bei uns nicht akzeptieren», betont Meier seinerseits: «Bei uns gilt die Klausel, dass die zu verkaufenden Bilder nicht älter als fünf Jahre sein dürfen.»

Doch auch für die 14. Ausgabe des «Kunstsupermarkts» sieht Meier gewisses Optimierungspotenzial: An Grösse und Standort jedoch soll zwar nichts geändert werden. Allerdings erhofft man sich einen anderen Zugewinn: «Wir wollen inhaltlich noch besser werden, mehr Performances, mehr Vorstellungen anbieten.»

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