Solothurn
Die Konkurrenz gleich gegenüber schadete dem «Kunstsupermarkt» nicht

«Kunstsupermarkt»-Initiant Peter-Lukas Meier weiss nach der 13. Durchführung der Verkaufsausstellung von ungeschmälert positiven Umsatz- sowie Besucherzahlen zu berichten – trotz des neuen Kontrahenten über die Strasse.

Andreas Kaufmann
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Peter-Lukas Meier. ARchiv/BAR

Peter-Lukas Meier. ARchiv/BAR

Achteinhalb Wochen lang wurde in der «Rothus»-Halle an der Berntorstrasse geschmökert, gestaunt und letztlich auch gekauft. Am vergangenen Sonntag ging die 13. Ausgabe des «Kunstsupermarkts» zu Ende. Von insgesamt 6500 Bildern aus der Feder, respektive aus dem Pinsel von 81 Kunstschaffenden gingen über 3000 über den Ladentisch: «Damit haben wir die Vorjahresmenge übertroffen», schätzt Peter-Lukas Meier, der zusammen mit seinem Team den Anlass traditionsgemäss durchführt. Ausgehend von der Faustregel, dass jeder zehnte Besucher auch zum Käufer wird, darf somit von über 30000 Interessierten ausgegangen werden.

«Diesmal zogen eher die Bilder zu niedrigeren Preisen, dafür verkauften wir von diesen einige mehr.» Somit dürfte sich der Erfolg umsatzmässig gegenüber dem Vorjahr in etwa die Waage halten. Auch wenn sich wie immer gerade am Eröffnungstag am 9. November 2012 wieder ein stattlicher Ansturm an Interessierten an der Scheibe der «Rothus»-Halle die Nase platt drückten, habe sich der Besucherstrom über die ganze Zeit verhältnismässig gut verteilt, findet Meier: «Verkauft haben wir jeden Tag mindestens was.»

Eine gesamthaft positive Bilanz also, die trotz (oder vielleicht gerade wegen) der neuen Konkurrenz gleich vis-à-vis zustande kam. Im Volkshaus nämlich hatte der Zuchwiler Grafiker Roland Wittwer «Kunst findet Stadt» lanciert, eine Verkaufsausstellung, die sich aber in Abgrenzung zu Meiers «Kunstsupermarkt» bei seinem «Sortiment» eher auf regionale Kunstschaffende abstützte. Der Kontrahent, dessen Auftreten Meier anfänglich mit Befremden zur Kenntnis nahm, hatte aber aus seiner Sicht kaum einen Einfluss aufs Geschäft: «Wir haben selbst nichts gespürt von der Konkurrenzsituation – weder positiv noch negativ.»

 "Kunst findet Stadt"-Initiant Roland Wittwer und Kunstkritikerin Annalise Zwez eröffnen die neue Kunstverkaufsausstellung.
33 Bilder
 Die Solothurner Hängung mit Grossformaten im "Kunstsupermarkt"
 Rivalen vis-à-vis: "Kunst findet Stadt" im Volkshaus, "Kunstsupermarkt" in der "Rothus"-Halle
 Treffen mit Künstlern am "Kunst findet Stadt"-Anlass
 "Kunst findet Stadt"
 Schmökern im Fundus von "Kunst findet Stadt"
 Schmökern im Fundus von "Kunst findet Stadt"
 Schmökern im Fundus von "Kunst findet Stadt"
 Rund 3000 Werke sind bei "Kunst findet Stadt" zu haben
 Schmökern im Fundus von "Kunst findet Stadt"
 Schmökern im Fundus von "Kunst findet Stadt"
 Treffen mit Künstlern am "Kunst findet Stadt"-Anlass
 Rund 3000 Werke sind bei "Kunst findet Stadt" zu haben
 Geselligkeit bei "Kunst findet Stadt"
 Anstehen beim "Kunstsupermarkt"
 Miteinander ins Gespräch kommen im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Geselligkeit im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Im "Kunstsupermarkt" warten rund 6000 Bilder von über 50 Künstlern auf ihre Abnehmer
 Schon bald nach dem Start gehen im "Kunstsupermarkt" die ersten Werke über den Ladentisch.
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Ein bunter Bilderschatz im "Kunstsupermarkt"
 Für jeden Geschmack und jeden Preis hats was im "Kunstsupermarkt"
 Auch aussergewohnliche Formate finden sich im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Viel zu bestaunen gibts im "Kunstsupermarkt"
 Peter Lukas Meier ("Kunstsupermarkt") sieht der neuen Konkurrenz gelassen entgegen.
"Kunstsupermarkt" und "Kunst findet Stadt" feiern ihren Auftakt
 Sogar 3-D-Bilder gibt es im "Kunstsupermarkt"
 "Kunstsupermarkt"-Initiant Peter Lukas Meier sinniert zusammen mit Anita Panzer über der Frage "Was ist Kunst?"

"Kunst findet Stadt"-Initiant Roland Wittwer und Kunstkritikerin Annalise Zwez eröffnen die neue Kunstverkaufsausstellung.

Andreas Kaufmann

Doch auch wenn viele treue «Kunstsupermarkt»-Kunden der Neugierde halber auch bei Wittwer reinschauten, weiss Meier nur von wenigen – einer davon ist er selbst –, die sich bei «Kunst findet Stadt» ein Bild gegönnt haben. Und Roland Wittwer selbst gestand sich ein, dass die Premiere seiner Veranstaltung «finanziell betrachtet eine Nullrunde» gewesen sei (wir berichteten).

Nach Peter-Lukas Meiers Einschätzung habe die Konkurrenzveranstaltung gewisse Züge eines «Flohmarkts» gehabt. Gerade jene arrivierten Künstler, deren Namen Besucher anlocken sollten, haben aus seiner Sicht vor allem ihre Ateliers geräumt und alte, noch unverkaufte Werke ins Angebot von «Kunst findet Stadt» eingebracht. «Das würden wir bei uns nicht akzeptieren», betont Meier seinerseits: «Bei uns gilt die Klausel, dass die zu verkaufenden Bilder nicht älter als fünf Jahre sein dürfen.»

Doch auch für die 14. Ausgabe des «Kunstsupermarkts» sieht Meier gewisses Optimierungspotenzial: An Grösse und Standort jedoch soll zwar nichts geändert werden. Allerdings erhofft man sich einen anderen Zugewinn: «Wir wollen inhaltlich noch besser werden, mehr Performances, mehr Vorstellungen anbieten.»