Solothurn
Die Kleinen eröffnen mit viel «rätsch» und «bummbumm» (inoffiziell) die Fasnacht

Die Kleinen eröffneten am Mittwoch in Solothurn zwar nur inoffiziell die Fasnacht – dafür umso engagierter.

Wolfgang Wagmann
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33 Bilder
Aufmarsch im Kreuzackerpark
Die Vorhut der Vorstadt-Zunft auf der Kreuzackerbrücke
Chinderchesslete 2018 in Solothurn
Volle Konzentration
Tour de Chesslete
Tuuut!
Fasnacht ist eine ernste Sache
UNO-Schriberin Sarah Etter mit Louis in seinem ersten Chesslerhemmli
Spieglein, Spieglein..
Tröööt!
Papi ist der Beste!
Louis lacht
Sie freuen sich sichtlich auf die Fasnacht
Hauptsache die Ohren sind geschützt
Grüppli separèe
Gute Laune in der Hauptgasse
Hauptsache am Schärme
Früh übt sich, was ein Tambour werden will
Gwunder gleich doppelt
Einmarsch auf den Märetplatz.
Ein tragendes Element der Chinderchesslete
Er geniesst die besondere Fahrt
Am Märetplatz
Die Mütter amüsieren sich
Das Tenü stimmt
Auch Konservenbüchsen machen Krach
Chinder-Oberchessler Patrick Müller von der Fasnachtszunft Vorstadt
Kurt Füeg als guter Geist vom Dornacherplatz
E Guete!
Jetzt gibts Tee
The united colors of Solothurn
Das Weggli mit Chnörzli schmeckt

Sie freuen sich auf den Start

Wolfgang Wagmann

«Rätsch, Rätsch, tuu-tuut, bummbumm!» Und «Bimmel, bimmel!» Aus dieser lautmalerischen Melange besteht sie, die Chinderchesslete. Ein langer, weisser Tatzelwurm, der sich jeweils über die Kreuzackerbrücke in die Stadt hinein ergiesst, angeführt durch die Violett-Mützen der Fasnachtszunft Vorstadt, eskortiert von Eltern, Onkeln und Tanten, Grossmamis und Grosspapis – oft Doppeltäter. Am Mittwoch zum Einstimmen und am Schmutzigen Donnerstagmorgen gleich nochmals. Es ist wieder Fasnacht in Honolulu!

Doppeldonnerknall zum Start

Einige verirrte Flocken tänzeln über dem Dornacherplatz – kein Schrecknis für die eintrudelnden Gstältli in Weiss. Chinder-Oberchessler Patrick Müller feiert für die Fasnachtszunft Vorstadt seinen Einstand in diesem Amt. «Nun, die Route ist dieselbe wie immer, aber ich hoffe, dass ich nicht falsch vorangehe.» Doch für diesen Fall hätte er noch einen alten Routinier zur Seite: Peter Lendenmann, der die Chinderchesslete x-mal angeführt hat.

Die Verpflegung der weissen Massen richte sich nach Erfahrungswerten, daneben gelte es die Platzbanken als Sponsoren zu kontaktieren. «Das Ämtli gibt schon etwas zu tun, aber die Aufgabe ist überschaubar», lacht Müller. Immer mehr Weissgewandete drängen auf den Platz, darunter auch Alt-Bürgerammann Christoph Oetterli mit Tochter Amanda und seinen beiden Enkelinnen. «An die grosse Chesslete morgen gehe ich nicht mehr», bekennt Oetterli – als Valentiner müsste er nach dem Bruderschaftsessen zusammen mit den Jakobern am Chesslete-Vorabend stundenlang «durchmachen» – und das will er nicht (mehr).

Ein Doppeldonnerknaller im Kreuzacker – eher ein Kinderschreck als ein Startsignal – setzt den weissen langen Zug von Gross und Klein in Bewegung. Über die Kreuzackerbrücke gehts Richtung Altstadt, wo es erstmals in der engen Fischergasse so richtig nach Chesslete tönt. Ein Krach, den vor allem die Kleineren noch nicht richtig mitbekommen, haben doch ihre Eltern ihnen vorsorglich den Gehörschutz über die Ohren gestülpt.

Nach dem finalen Einzug zurück am Dornacherplatz wird der Nachwuchs wiederum mit dem obligaten Weggli und Chnörzli für das Chesslen sowie das Durchhalten belohnt – grosszügig verteilt durch die überall präsenten Vorstadt-Zünfter. Für die Erwachsenen gibts als Einstimmung für die kommenden «feuchten Tage» einen wärmenden Glühwein.

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