Solothurn
Die Jungen schneiden kurz und färben bunt

An der 47. Ausgabe von (H)Aarewelle stellten Lernende aus dem ganzen Kanton und aller drei Lehrjahre dem Publikum und einer Jury ihr Können unter Beweis. Dabei stand die Kreativität im Mittelpunkt.

Noëlle Karpf
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Lernende aus dem 1. Lehrjahr verpassen ihren Modellen ein «kreatives Brushing»
33 Bilder
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
Langeweile gab es keine im grossen Saal
47. (H)Aarewelle im Landhaus
Eines der wenigen männlichen Modelle der (H)Aarewelle
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus
47. (H)Aarewelle im Landhaus

Lernende aus dem 1. Lehrjahr verpassen ihren Modellen ein «kreatives Brushing»

Hansjörg Sahli

Gut 90 Lernende aus dem ganzen Kanton föhnten, schnitten und stylten gestern im Landhaus um die Wette. Die angehenden Coiffeusen und ein künftiger Coiffeur bearbeiteten unter hohem Zeitdruck die Haare ihrer Modelle – und präsentierten ihre Kreationen anschliessend auf einem eigens aufgebauten Laufsteg.

Die jüngsten Lernenden, die im Sommer mit ihrer Lehre begonnen hatten, waren als erste an der Reihe. In 45 Minuten mussten sie den Modellen eine «modische Frisur» föhnen. Diese beinhalteten auffällig oft einen roten Farbton. Ob in einer einzelnen Strähne oder auf dem ganzen Haar verteilt: Rot schien dieses Jahr der Renner zu sein.

In der vorgeschriebenen Zeit schufen die jüngsten Teilnehmer die verschiedensten Kreationen. Eine grosse Leistung für diejenigen, die erst seit sieben Monaten in Ausbildung sind, betonte Organisator Peter Kräuchi. «Die Veranstaltung bedeutet deshalb auch eine gewisse Verantwortung für die Ausbildner», sagte er. Um nämlich an der (H)Aarewelle die Bewertung «gut» oder «sehr gut» zu erlangen, müssen die Lernenden schon mehr gelernt haben als «den Boden im Coiffeursalon zu wischen».

Kreativität steht im Mittelpunkt

Schon etwas mehr Erfahrung als die jüngsten Teilnehmer haben die Lernenden im zweiten Lehrjahr. Dementsprechend waren hier die Anforderungen höher. Nebst dem Föhn mussten die Lernenden auch zur Schere greifen. Kreativität war aber nach wie vor gefragt. Dieser Aspekt unterscheidet die Veranstaltung laut dem Organisator von der Lehrabschlussprüfung. Im Landhaus soll ein «interner Wettbewerb» stattfinden, bei dem die Lernenden sich und ihre Fantasie voll ausleben können. Das taten diese dann auch und setzten dabei ganz auf das Motto kurz und knallig.

Nachdem die angehenden Coiffeusen ihre Arbeit vollendet hatten, trug kein Modell mehr die Haare länger als bis auf die Schultern. Bei den Lernenden des zweiten Lehrjahres waren nebst der Farbe Rot auch Rosa, Knallpink und Grau gefragt. Nach diesen beiden Durchgängen präsentierten die Lernenden ihre Modelle auf dem Laufsteg – und ernteten von den zahlreichen Zuschauern grossen Applaus. Mit entsprechend stolzen glücklichen Gesichtern stolzierten sie durch das Landhaus.

Auf dem Weg zum Profi

Die Gewinnerinnen

Vier ausserkantonale Juroren haben die besten Teilnehmer gekürt:
Bondt Rafaela, Coiffure H2O2 in Olten, Note «Vorzüglich» im dritten Lehrjahr
Sie haben in allen drei Lehrjahren die Bestnote erreicht und gewinnen den Sonderpreis:
Kadrija Shiqipe Coiffure Chic, Grenchen
Nützi Katja , Coiffure Hannelore, Egerkingen
Günes Ruken Coiffure Creation Manuela, Grenchen
Qallakaj Leodita Coiffure Hofi, Oensingen

Auch Dudije Demaj war sehr zufrieden mit ihrer Leistung. Die junge Frau hat vergangenes Jahr das eidgenössische Berufsattest (EBA) mit Bestnoten abgeschlossen. Mittlerweile hat Dudije Demaj, die später mal «Profi-Coiffeuse» mit eigenem Unternehmen werden will, eine Lehre zur Coiffeuse EFZ (Eidgenössisches Fachzertifikat) begonnen. «Die (H)Aarewelle ist ein spannendes Projekt», meinte sie. «Man kann sehen, was man bisher alles gelernt hat, und bis zur nächsten Teilnahme aus seinen bisherigen Fehlern lernen. Auch ihr Modell, Stefanie Wirth, ist mit der Leistung ihrer Kollegin vollauf zufrieden, die ihr ein Styling der Richtung «Gothic und Barock» verpasst hat. «Sie hat das wirklich sehr gut gemacht!»

Elegante Runde zum Schluss

Der Höhepunkt des Anlasses bestand aus dem Auftritt der Lernenden im dritten Lehrjahr, die diesen Sommer ihre Lehrabschlussprüfung absolvieren werden. Besonders hoch im Vergleich zu den vorderen Runden waren auch die Absätze der Schuhe, die die Modelle trugen. Die Frisuren fielen alle sehr elegant aus und passten zum Schmuck und den Abendkleidern der Modelle. Schliesslich lautete der Auftrag, nebst einer Tagesfrisur auch eine «Gala- oder festliche Frisur» zu kreieren. Mit geübten Griffen stylten die Lernenden die Haare ihrer Modelle, die diese fast ausschliesslich lang und lockig trugen. Auch diese Frisuren sorgten für viel Staunen und Bewunderung an der Galapräsentation. So wurde bis zum Ende des Tages jeder Lernende mit viel Applaus und Anerkennung belohnt. «Dieser Tag gehört ganz den Lernenden», betonte Peter Kräuchi. Dass die Lernenden im Rampenlicht stehen, ist eines der Hauptanliegen der Organisatoren von (H)Aarewelle, und wurde auch an der 47. Ausgabe wieder erfolgreich umgesetzt.