St.-Urban-Leist
Die Hingergässler befürchten wieder Manor-Mehrverkehr

Die Mitglieder des St.-Urban-Leists Solothurn, der Vereinigung der nördlichen Altstadt, trafen sich zum 61. Bott (Generalversammlung). Sie besprachen ein seit Längerem bestehendes Problem: der Verkehr, hauptsächlich in der St. Urbangasse.

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Nachdem nun Absichtserklärungen des Konzerns vorliegen, den Nahrungsmittelbereich aus dem Solomarkt wieder in der Altstadt umzusiedeln, befürchten die Anwohner eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation. (Archiv)

Nachdem nun Absichtserklärungen des Konzerns vorliegen, den Nahrungsmittelbereich aus dem Solomarkt wieder in der Altstadt umzusiedeln, befürchten die Anwohner eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation. (Archiv)

Der Verein wurde 1955 im Nachgang zum legendären Stadtfest Suweba gegründet.

Im Zweckartikel des Leists steht unter anderem noch immer die «Behandlung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und sozialer Fragen». Und solche standen diesmal im Vordergrund.

Ein altes neues Problem

Ein in den Leist-Satzungen oder Statuten nicht explizit genanntes Problem war schon damals der ruhende wie der fliessende Verkehr, hauptsächlich in der St. Urbangasse.

Dieses Problem besteht leicht verändert – zum Beispiel in der Form grösserer und schwererer Lastwagen – heute noch – schwergewichtig durch die Anlieferung zum Warenhaus Manor.

Nachdem nun Absichtserklärungen des Konzerns vorliegen, den Nahrungsmittelbereich aus dem Solomarkt wieder in der Altstadt umzusiedeln, befürchten die Anwohner eine weitere Verschärfung der Situation.

Es geht dabei um Fragen von Lebensqualität, Schädigung der historischen Bausubstanz bis hin zu Sorgen um die Sicherheit durch die Behinderung von Einsatzfahrzeugen.

Dies gab denn am Bott auch Anlass zu den meisten Diskussionen um die alten Fragen, die offenbleiben, bis dereinst ein Baugesuch veröffentlicht wird. Unschwer zu erraten, dass unter den betroffenen Leistmitgliedern einige Frustration zu bemerken war.

37 Mitglieder waren dabei

Die satzungsbestimmten Traktanden des Leists wurden wie gewohnt zügig abgehandelt: Der Jahresbericht von Obmann Matthias Welter mit dem Rückblick auf die Veranstaltungen Leistessen, Fasnachtslaterne, Leist-Kulturtag und Gassenplausch wurde mit Applaus verdankt.

Ebenso der Bericht von Säckelmeister Ueli Ischi, obwohl er ein Defizit von 180 Franken auswies. Von den 140 Mitgliedern nahmen 37 am Bott teil und beschlossen, weiterhin einen Jahresbeitrag von 30 Franken zu bezahlen. (mhs)

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